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Vermögensverwalter im Wettbewerb

10 Jahre FUCHS-Performance-Projekte

10 Jahre Performance-Projekte. Copyright: Pexels
Die Performance-Projekte der FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiern ihren zehnten Geburtstag! Seit 2011 messen sich Banken und Vermögensverwalter darin, wer Zielvorgaben von Kunden am besten erreicht und auch noch besser abschneidet als eine einfach konstruierte ETF-Benchmark. Wir ziehen Bilanz.

Schon 10 Jahre lang gibt es die Performance-Projekte der FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. Seit 2011 messen sich nun schon Banken und Vermögensverwalter im Wettbewerb, wer Kundenvorgaben am besten erfüllen kann möglichst auch noch besser abschneidet als eine einfache passive ETF-Benchmark, wie sie sich heute jeder Privatanleger im wenigen Schritten per Smartphone-App bauen kann.

Die Projekte weisen vielfältige Anforderungen (Fälle) auf. Sie variieren nach Kunde (vermögender Privatkunde, Stiftung), unterscheiden sich im Anfangskapital (vom 1 Mio. bis 3,5 Mio. Euro) und der Aufgabenstellung (Ausschüttungen, realer Vermögenserhalt, maximal erlaubter Verlust etc.). Die Vermögensverwalter sind also gefordert, ihre Anlagestrategien individuell auf die Kundenwünsche einzustellen. Das Besondere: In allen Projekten haben die Vermögensverwalter gleiche Voraussetzungen. Sie müssen über einen angemessenen Zeitraum ihr Können zeigen. Sie haben das übliche Universum an Wertpapieren zur Verfügung. Und die Projektstände können von jedermann täglich auf pruefinstanz.de eingesehen werden (nach Registrierung) .

Höchstmaß an Vergleichbarkeit wird gewährleistet

Ein höheres Maß an Vergleichbarkeit ist am Markt nicht zu finden. Alle Teilnehmer beginnen am selben Termin mit demselben Ausgangsvermögen. Alle haben dieselben Anforderungen und messen sich an derselben Benchmark – die ebenfalls die Kundenanforderungen erfüllen muss.

Die Bewertung findet nach einem Punktesystem statt. Das berücksichtigt die Finanzkennzahlen Rendite, Sortino Ratio (Tagesverluste) und Omega (Verhältnis Gewinn- zu Verlusttagen) gleichermaßen. Dazu werden der maximale Verlust sowie die auf dem Cash-Konto geforderte Liquidität für die jährliche Ausschüttung geprüft. Regelmäßig müssen die Vermögensverwalter ebenso wie das Benchmark-Portfolio ihre eigenen Kosten erwirtschaften, nach Steuern (Abgeltungsteuer zzgl. Soli) und ggf. die Inflation.

Kaum eine Manager schlägt den Markt

Es gelingt nur einem vergleichsweise kleinen Teil der Vermögens-Manager, einerseits die individuellen Kundenanforderungen dauerhaft zu erfüllen und andererseits mit aktivem Depotmanagement das kostengünstige Benchmark-Depot aus ETF zu übertrumpfen. In den abgeschlossenen Projekten lag der Anteil derer, die die Benchmark jeweils übertrumpft haben, selten über 10%.

Spannender Endspurt in Projekt V

Aktuell laufen die Projekte V und VI. Das Performance-Projekt V hat seinen Herbst erreicht. In einem halben Jahr wird der finale Kassensturz gemacht. Und noch immer gibt es Verschiebungen zwischen den Häusern. So manch einer mag sich noch auf der Zielgeraden vor die Benchmark schieben.

Das vermögensverwaltende Portfolio der liechtensteinischen Sigma-Bank (zuvor Anlagemanagement der Volksbank Liechtenstein) führt das 74 Teilnehmer zählende Feld an. Es folgen Deutsche Oppenheim Family Office AG, Zürcher Kantonalbank Österreich AG, Geneon Vermögensmanagement AG, ODDO BHF Aktiengesellschaft, Globalance Bank AG sowie Berenberg - Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG.

Gros der Teilnehmer in Projekt VI übertrumpft die Benchmark

Im Performance-Projekt 6 hat eine Stiftung am 1. Januar 2020 insgesamt 5 Millionen Euro in die Vermögensverwaltung gegeben. Erfreulich ist: Das Gros der Teilnehmer hat die Vorgaben der Stiftung erfüllt und sogar das passive Depot in der Punktewertung übertroffen. Nur sieben von 39 Teilnehmern bleiben hinter der Benchmark zurück.

Unter denen, die die Benchmark schlagen, sind einige „Regenmacher“ mit einer Top-Rendite: Voran die FIS Privatbank S.A., die einen zwischenzeitlichen Gewinn von 1.712.135,45 € erzielt hat und eine Rendite von sage und schreibe 21,8% verbucht. Die FIS fällt durch ein kluges Risikomanagement über den Cash-Anteil auf. Das Portfolio besteht derzeit aus knapp 52% Rentenanteil, 32% Aktien und 16% Barmitteln. FRÜH & PARTNER VERMÖGENSVERWALTUNG AG glänzen mit 13,0% Rendite, FV Frankfurter Vermögen AG haben 19,3% erzielt, Dahl & Partner Vermögensverwaltung AG 21,0%, hier wird allerdings der zulässige Aktienanteil überprüft, denn das Portfolio fährt mit 47% Aktien und weiteren 51% Express- Zertifikaten; auch die Neue Bank AG weist 16,0% Rendite auf. Alle sind also besonders gut durch die schwierige Corona-Phase an den Börsen gekommen und haben den nachfolgenden Aufschwung voll mitgenommen.

Fazit: Privatkunden die auf der Suche nach einem Finanzpartner sind, der Ihnen einen echten Mehrwert gegenüber einem ETF-Portfolio bieten kann, finden in den Performance-Projekten einige Anbieter, die ihr Können unter Beweis gestellt haben.

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