Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1055
Kaffee wird teurer

Angebot dünnt aus und Container fehlen

Jetzt wird der Kaffee-Preis heiß. Einerseits mangelt es an Containern zum Transport der braunen Bohne. Andererseits gehen auf der Angebotsseite gut 30 Millionen Sack Kaffee verloren. Der Trinkgenuss dürfte somit bald wieder teurer werden.

Der Kaffeepreis ist aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Mit aktuell rund 138 US-Cent je Pfund notiert Kaffee derzeit so hoch, wie seit Dezember 2019 nicht mehr. Die Corona-Krise scheint damit auch bei Kaffee abgehakt zu sein. Aus technischer Sicht kommt dem Preisbereich zwischen 140 und 142 US-Cent je Pfund Kaffee eine hohe Bedeutung bei. Hier verläuft ein wichtiger technischer Widerstand. Wird dieser nachhaltig überwunden, dürften die Kaffee-Notierungen zügig die Marke von 150 US-Cent je Pfund anvisieren. 

Fundamentaler Wandel

Im vergangenen Jahr drückte eine rekordhohe brasilianische Ernte den Kaffeepreis mehrmals in Richtung der 100-US-Cent-Marke. Doch seit Anfang November geht es mit den Preisen wieder spürbar nach oben. Tatsächlich dürfte sich auch die Situation am Kaffeemarkt in diesem Jahr verändern. Drückte im vergangenen Jahr noch die Sorge vor einem sinkenden Kaffeeverbrauch im Zuge der Lockdowns auf die Nachfrage, dürfte diese mit den Hoffnungen auf ein Ende der Pandemie wieder zunehmen. 

Zudem verdichten sich inzwischen die Anzeichen einer deutlich niedrigeren Kaffee-Ernte. Brancheninsider erwarten, dass die kommende brasilianische Ernte ab April bedingt durch das Niedrigertragsjahr bei Arabica und durch die Trockenheit während der Blüte um mindestens 30% einbrechen dürfte. Inzwischen sind am Markt viele Prognosen einer Arabica-Ernte von unter 30 Millionen Sack abgegeben worden – so wenig, wie zuletzt 2007/08. Zum Vergleich: im vergangene Jahr waren es fast 49 Millionen Sack. 

Container-Mangel verteuert Trink-Genuss

Hinzu kommt, dass auch die Container zum Kaffeetransport weiter knapp und damit teuer sind. Nach den Überschussjahren 2019/20 und der laufenden Saison 2020/21 rechnen Marktbeobachter nun damit, dass der Kaffeemarkt in ein Defizit von bis zu zehn Millionen Sack rutschen dürfte.

Fazit: Die Lage auf dem Kaffeemarkt verschlechtert sich. Der Kaffeepreis hat eine wichtige technische Hürde vor der Brust.

Empfehlung: Mit einem Kaffee-ETC (Beispiel ISIN: DE 000 A0K RJT 2) können Anleger von steigenden Kaffeepreisen profitieren.

Hier FUCHS-DEVISEN abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • US-Infrastrukturpaket wird Kupferpreis beleben

China-Nachfrage treibt den Kupferpreis jetzt schon

China-Nachfrage treibt den Kupferpreis jetzt schon. Copyright: Pixabay
Zwei Faktoren beeinflussen den Kupferpreis immer stärker. Einerseits wird die Nachfrage in den USA mit dem Infrastrukturpaket anziehen. Andererseits ist Chinas Rohstoffhunger weiterhin ungestillt. Der nächste Preisschub bei Kupfer ist nur eine Frage der Zeit.
  • Fuchs plus
  • Baumwoll-Bullen reiten los

Baumwollpreis zieht an

Die Nachfrage nach Baumwolle zieht an. Copyright: Pixabay
Hohe Nachfrage, geringeres Angebot und Trockenheit, die die Aussat verzögert - diese Eckdaten bewegen aktuell den Baumwollpreis. Summa summarum sorgt die Konstallation dafür, dass die Baumwoll-Bullen losziehen.
  • Fuchs plus
  • BNP Paribas Wealth Management, Stiftungsmanagement 2021, Qualifikation

Ignoranz pur

Wie schlägt sich die BNP Paribas im Markttest Stiftung? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Es gibt Anlagevorschläge bzw. -ideen, die sich ganz auf die Wünsche der Deutschen Kinderhospiz Stiftung einstellen, es gibt solche, die dies teilweise tun - und es gibt den Vorschlag des PNB Paribas Wealth Managements.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • 5 Gründe für weiter ansteigende Krypto-Kurse

Krypto-Fonds als Bitcoin-Kurstreiber

Die Hausse nährt die Hausse, auch beim Bitcoin. Copyright: Pexels
Die Hausse nährt die Hausse … Das ist im Falle der Kryptowährungen nicht anders als an der Aktienbörse. Immer mehr Vehikel machen den Markt einem immer breiteren Publikum zugänglich.
  • Fuchs plus
  • US-Infrastrukturpaket wird Kupferpreis beleben

China-Nachfrage treibt den Kupferpreis jetzt schon

China-Nachfrage treibt den Kupferpreis jetzt schon. Copyright: Pixabay
Zwei Faktoren beeinflussen den Kupferpreis immer stärker. Einerseits wird die Nachfrage in den USA mit dem Infrastrukturpaket anziehen. Andererseits ist Chinas Rohstoffhunger weiterhin ungestillt. Der nächste Preisschub bei Kupfer ist nur eine Frage der Zeit.
  • Fuchs plus
  • Asiaten kaufen wieder Dollar-Anleihen

Renditerutsch in USA

Die US-Renditen fallen. Und das trotz sehr robuster Wirtschaftsdaten udn einem nach wie vor starken Wachstumsausblicks. Die Ursachen liegen in Asien. Und sie sind vorläufig.
Zum Seitenanfang