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Kakao an einer wichtigen Preis-Marke

Angebotsüberschuss drückt auf den Kakaopreis

Jetzt gilt's … Der Kakaopreis tänzelt um eine "magische Schwelle", jedenfalls aus technischer Sicht. Was passiert, wenn er sie durchbricht? Und wie können Anleger von der Situation profitieren?

Der Kakaopreis bleibt unter Druck. Zur Wochenmitte sackte der Preis für den Schokoladenrohstoff an der Warenterminbörse in New York auf 2.380 US-Dollar je Tonne ab und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte November. Die kräftige Rally, die der Kakaopreis im November vergangenen Jahres vorgelegt hat, wurde mit dem jüngsten Abverkauf beinahe vollständig ausgebremst.

Aus technischer Sicht ist der seit Juli gültige mittelfristige Aufwärtstrend noch intakt. Damit dies jedoch auch weiterhin gilt, sollten die Notierungen nun bald wieder den Weg nach oben einschlagen. Ein nachhaltiger Rutsch unter die Marke von 2.300 US-Dollar je Tonne Kakao würde indes den moderaten Aufwärtstrend zu den Akten legen.

Widersprüchliche Signale

Aus fundamentaler Sicht zeigen sich am Kakaomarkt derzeit widersprüchliche Signale. Jüngsten Schätzungen der Internationalen Kakaoorganisation (ICCO) zufolge, dürfte der Kakaomarkt in der laufenden Erntesaison 2020/21 einen Angebotsüberschuss in Höhe von 100.000 Tonnen ausweisen. Dies ist zwar weniger, als bislang vom Markt antizipiert. Dennoch reichte diese Zahl aus, dem Kakaopreis in dieser Woche einen Dämpfer zu versetzen. In einer Reuters-Umfrage zu Monatsbeginn hatten Marktteilnehmer im Durchschnitt mit einem gut doppelt so hohen Überschuss gerechnet.

Laut ICCO liegen die kumulierten Anlieferungen im größten Kakao-Anbauland, der Elfenbeinküste, seit Saisonbeginn im Oktober rund 2,4% unter Vorjahr. Beim zweitgrößten Anbieter, Ghana, liegen diese jedoch gut 4% im Plus. Darüber hinaus liegen die Exporte der Elfenbeinküste deutlich unter Vorjahr. Laut ICCO beträgt der Abschlag rund 10%. Am Kakaomarkt wird dafür die Einführung des sogenannten Living-Income-Differential (LID) – einem Preisaufschlag von 400 USD je Tonne, der den Kakaobauern zugute kommen soll – verantwortlich gemacht. Dies beeinträchtige die Wettbewerbsfähigkeit der ivorischen Bohnen.

Fazit: Der mittelfristige Aufwärtstrend bei Kakao steht aktuell zur Disposition. Ein nachhaltiger Rutsch unter die Marke von 2.300 US-Dollar je Tonne würde diesen beenden. Noch ist der Trend jedoch intakt, der aktuelle Rücksetzer bietet mittelfristig orientierten Anlegern eine Gelegenheit, sich innerhalb des Trends zu positionieren.

Empfehlung: Mit einem Open End Turbo Long Zertifikat auf Kakao (Beispiel ISIN: DE 000 MF8 UUJ 8, K.O. Schwelle 1.917,58 USD) können Anleger an steigenden Kakaonotierungen partizipieren.

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