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Veränderte Rahmenbedingungen am Markt für Fotografie

Anlegen in zeitgenössischer Fotografie

Der Markt für zeitgenössische Fotografie verändert sich rasant. Die Preisentwicklung der Jahre 2000 bis 2015 ist gestoppt. Vereinzelt sind erratische Preisentwicklung sichtbar. FUCHSBRIEFE liefern Orientierung im aktuellen Marktumfeld.

Vor genau zehn Jahren haben wir uns an dieser Stelle bereits einmal mit dem Markt für künstlerische Fotografien beschäftigt. Unser damaliges Fazit lautete: Toll, aber nicht ohne Risiko. Dieses Statement lässt sich heute durchaus wiederholen. 

Veränderte Rahmenbedingungen

Einige Rahmenbedingungen haben sich aber deutlich verändert. Die damaligen Prämissen: Nachfrage erzeugt Angebot ist gegen nicht jedes Angebot findet Nachfrager verändert. Die These, im entstehenden Segment für Blue-Chips droht Blasenbildung, wurde durch den Markt in bestätigt. Die rasante Preisentwicklung der Jahre 2000 bis 2015 wurde nicht weiter fortgesetzt. Vereinzelt wurde erratische Preisentwicklung nach oben festgestellt, aber vom breiten Markt nicht nachvollzogen. 

Die gute Stimmung und sich festigende Preise für Fotokunst hat sich während der Corona-Krise nicht als dauerhaft erwiesen. Über die Entwicklung des Sektors und einzelne Künstler gibt die Datenbank artprice.com© detailliert Auskunft. Einige Beispiele in der Übersicht:

Künstler

1.1.2015

1.1.2020

1.1.2022

1.1.2025

Anny Leibowitz

159,73

369,69

103,35

83,25

August Sander

239,19

147,05

103,81

83,61

G. u. H. Becher

106,02

208,95

293,28

186,25

Andreas Gursky

223,75

110,12

85,20

123,23

Man Ray

129,32

102,12

197,49

98,44

David La Chapelle

249,98

176,71

315,79

154,28

Thomas Struth

166,07

92,33

185,04

99,58

 

Alle in der Tabelle aufgeführten Künstlerpersönlichkeiten zählen zu den international angesehensten Vertretern der fotografischen Kunst. Ihre Arbeiten zieren Museen und Galerien. Zahlreiche private Sammler schätzen ihre Arbeiten. Trotz dieser hervorragenden Ausgangsposition unterliegen auch diese Blue-Chips relativ hohen preislichen Schwankungen. 

Nachfrage lässt nach

Insgesamt hat sich der Markt für zeitgenössische Fotografie verändert. Die Nachfrage hat sich sichtlich beruhigt, die Sammlerschaft ist wohl auch älter geworden. Junge Fotokünstler und auch junge Sammler haben es heute deutlich schwerer, zu groß ist die Konkurrenz alternativer medienkünstlerischer Angebote geworden.

Ausstellungsempfehlungen zu aktueller Fotokunst

 

Berlin, C/O Berlin (im Amerikahaus)

A World In Common: Contemporary African Photography

1. Februar bis 7. Mai 2025

 

Ulm, Stadthaus Ulm

Herlinde Koelbl - Angela Merkel Porträts1991-1921

bis 4. Mai 2025

 

Hamburg, Altonaer Museum

WORLD PRESS PHOTO 2025

bis 2. Juni 2025

 

Mannheim, Reiss-Engelhorn-Museen

SACHLICH NEU Fotografien von August Sander, Albert Renger-Patzsch und Robert Häusser

bis 27. April 2025

 
Fazit: Künstlerisch wertvolle Fotokunst ist nach wie vor ein spannendes Sammelgebiet geblieben. Große Preissprünge sind nichts Ungewöhnliches, wobei die Luft nach oben begrenzt, bleiben dürfte.
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