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Tauwetter nach sechs Jahren Eiszeit

Australien und China wollen wieder miteinander sprechen

Südsee-Atoll. © senaiaksoy / Getty Images / iStock
Den G20-Gipfel wird Australiens Premierminister auch zu offiziellen Gesprächen mit Chinas Präsidenten nutzen. Das ist auch ein Signal an eine dritte Partei, die in der Region um Einfluss buhlt.
Australiens Premierminister Anthony Albanese hat ein offizielles Treffen mit Chinas Präsidenten Xi Jinping bestätigt. Es ist das erste Aufeinandertreffen eines australischen Regierungschefs mit seinem chinesischen Äquivalent seit sechs Jahren. Beobachter werten das als eine diplomatische Wende, nachdem die politischen Beziehungen in den vergangenen Jahren zum Stillstand kamen. 

Die beiden Staatsmänner werden am Rande des G20-Gipels auf Bali über Handelssanktionen Chinas gegen Australien in Höhe von 20 Mrd. US-Dollar verhandeln. "China ist bereit, Australien auf halbem Weg zu begegnen," so Chinas Ministerpräsident Li Keqiang.

Fazit: Australiens Vorstoß zeigt, dass selbst die westlichen Länder in der Indo-Pazifik nicht bereit sind, sich gänzlich auf die amerikanische Seite zu schlagen. Stattdessen streben sie gute Beziehungen zu beiden Lagern an. Der handelspolitische Rahmen dafür ist die Freihandelszone RCEP.
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