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VW setzt neue Maßstäbe: Erstes Serien-Roboter-Taxi vorgestellt

Autonome Mobilität: Testbetrieb in Deutschland

© Sina Schuldt / dpa / picture alliance
Das autonome Fahren gewinnt an Dynamik, und VW überrascht mit dem ersten serienmäßigen Roboter-Taxi. Mit dem Pilotprojekt wie dem Ruftaxi-Dienst von Moia positioniert sich VW als Vorreiter. Daneben gibt es weitere Test mit autonomen Bussen in Hessen und Hannover.

Das autonome Fahren bekommt Schwung. Ein starker Taktgeber ist VW. Das Unternehmen hat Tesla am Dienstag überrascht und hat das erste in Serie produzierte Roboter-Taxi des Unternehmens vorgestellt. Der ID.Buzz AD soll ab Ende 2026 vom Band laufen.

VW positioniert sich damit als ernst zu nehmender Anbieter im autonomen Fahren. Das Unternehmen plant, den ID.Buzz AD an Flottenbetreiber (z. B. Uber, städtische Verkehrsgesellschaften) zu verkaufen. Es will seine autonomen Fahrzeuge nach aktueller Planung nicht selbst betreiben. 

Autonome Ruf-Taxis im Testbetrieb

Mit seiner Tochter Moia ergänzt VW bereits das autonome Fahrgangebot im öffentlichen Nahverkehr. Dort wird ein autonomer Ruftaxi-Dienst getestet. Noch ist ein Sicherheitsfahrer dabei. Im Herbst soll der dann entfallen und die Fahrzeuge ohne Fahrer und mit ausgewählten Passagieren unterweg sein. Bis heute haben die VW-Fahrzeuge einige tausend Kilometer in der Stadt zurückgelegt. 

Auch andere Anbieter testen das autonome Fahren inzwischen. In Hessen wird autonomes Fahren im Nahverkehr im Projekt Kira (KI-basierter Regelbetrieb autonomer On-Demand-Verkehre) ausprobiert. Die Fahrzeuge sind vollständig autonom (ebenfalls noch mit Sicherheitsfahrer). Zwischen den hessischen Kleinstädten Langen und Egelsbach können Testpersonen, die sich zuvor auf einer Webseite angemeldet haben, seit Mai einen Pkw anfordern, der sie in die Nachbarstadt bringt. Sechs Fahrzeuge stehen zur Verfügung. 

Automatisierung von Bus und Bahn 

In der Region Hannover wird in Kürze der erste großformatige autonome Linien-Bus mit der Erprobung im realen Straßenverkehr beginnen. Das Fahrzeug fährt auf einer rund sieben Kilometer langen Strecke durch die Stadt Burgdorf – im regulären Mischverkehr.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen das autonome Fahren künftig einsetzen. Bis 2027 soll eine Zulassung für autonom fahrende Fahrzeuge erreicht werden. Auch der U-Bahnbetrieb wird zunehmend automatisiert. Berechnungen der BVG zeigen, dass gut 30% mehr Beförderungsleistung bei gleicher Infrastruktur möglich ist (z. B. bessere Taktung). Eine Umsetzung sei ab 2030 realistisch. 

Verkehrsunternehmen fordern Geld

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sieht autonomes Fahren im ÖPNV als Schlüsseltechnologie für die Zukunft. Das wurde auf dem Branchentreffen (17. - 19.6 in Hamburg) klar. Auf dem Mobilitätskongress forderte der Verband natürlich 3 Mrd. Euro für die Projektphase und die Integration in den Hochlauf. Dabei ist der wirtschaftliche Druck so hoch, dass er Investitionen in diese aussichtsreichen Innovationen rechtfertigt. Außerdem sollen fünf bis sieben Modellregionen geschaffen werden, um die Technik zu testen. 

Fazit: Die USA und China bleiben Frontrunner im autonomen Fahren im ÖPNV und sind schon deutlich weiter als Deutschland. Langsam kommt das Thema aber auch hierzulande ins Rollen und hat mit VW einen starken Akteur auf seiner Seite. Bleibt zu hoffen, dass es gelingt, die technischen Chancen zügig zu nutzen, die in anderen Ländern schon Alltag sind.   

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