Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1822
China kauft den Markt leer

Baumwollpreis geht steil

China kauft den Baumwollmarkt leer. Copyright: Pexels
Der Baumwollpreis zündet die nächste Rally-Stufe. Zu Monatsbeginn notierte der wichtige Textilrohstoff an der New York Cotton Exchange noch bei rund 80 US-Cent je Pfund. Inzwischen überspringen die Notierungen bereits die 90-Cent-Marke. Wohin wird das führen?

Der Baumwollpreis ist mit aktuell rund 90,50 US-Cent je Pfund allein in den vergangenen drei Wochen um satte 13% gestiegen. Auf dem aktuellen Kursniveau handelt Baumwolle so hoch, wie seit drei Jahren nicht mehr. Aus charttechnischer Sicht liegt die nächste Hürde auf dem Weg zur 1-Dollar-Marke bei 95 Cent je Pfund. Dort trifft der Baumwollpreis jedoch auf einen massiven Widerstand. Lediglich im Jahr 2011 konnte Baumwolle dieses Niveau toppen und in der Spitze bis auf rund 220 Cent je Pfund klettern.

China kauft den Markt leer

Fundamentalen Rückenwind bekommt der Baumwollpreis durch eine steigende Nachfrage bei einem per Saldo sinkenden Angebot. So waren in der vergangenen Woche mit einem Plus von 36% gegenüber der Vorwoche die höchsten US-Baumwollexporte der laufenden Saison gemeldet worden.

Die wachsende Nachfrage kommt vor allem aus dem Reich der Mitte. Angaben zufolge ging etwa ein Drittel der US-Exporte nach China. Unter Bezug auf die chinesische Zollbehörde meldete die Nachrichtenagentur Xinhua, dass China 2020 mit 2,2 Millionen Tonnen rund 17% mehr Baumwolle eingeführt hat, als ein Jahr zuvor.

US-Lager leeren sich

Bereits vor diesen Meldungen hatten mehrere Prognosen einer insgesamt kleineren Baumwollanbaufläche in den USA die Preise steigen lassen. Dies verwundert kaum, dürften doch bereits jetzt die US-Lagerbestände an Baumwolle auf ein Vierjahrestief sinken. Bleibt die Nachfrage weiterhin hoch, dürften sich die Baumwoll-Lager noch weiter leeren.

Fazit: Eine wachsende Nachfrage trifft auf ein sinkendes Angebot. Die Baumwoll-Rally ist intakt, wird jedoch zunehmend steiler.

Empfehlung: Der Stopp für bestehende Longpositionen kann bis etwa 83 US-Cent je Pfund angehoben werden. Das entsprechende Baumwoll-ETC finden Sie unter der ISIN: DE 000 A0k RJW 6.

Hier FUCHS-DEVISEN abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
  • "Wir machen Qualität im Private Banking transparent"!

FUCHS|RICHTER: 20 Jahre und kein bisschen leise

20 Jahre FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. © erstellt mit Canva
20 Jahre und kein bisschen leise – die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren machen Fuchsbriefe Verlagschef Ralf Vielhaber und der geschäftsführende Gesellschafter des IQF, Dr. Jörg Richter, Qualität im Private Banking transparent. Es profitieren nicht nur vermögende Privatanleger, sondern auch Stiftungen und Kleinanleger.
Neueste Artikel
  • Interview mit Rechtsanwalt Klaus Rotter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, München

Ombudsleute im Private Banking wenig gefragt

© RA Klaus Rotter
Rechtsanwalt Klaus Rotter sieht nach wie vor keine messbare Tendenz zur Kundenzentrierung in der Bankberatung. Nach wie vor würden für fertige Produkte die passenden Kunden gesucht und nicht umgekehrt, passende Produkte für Kunden entwickelt. "Zumal nach wie vor zweifelhafte Finanzprodukte wie Zertifikate, in großem Stil an Bankkunden empfohlen werden", meint Klaus Rotter zu Elke Pohl im Interview für die RUCHS/RICHTER PRÜFINSTANZ.
  • Fuchs plus
  • TOPs 2023, Auswahlrunde, Bankhaus Carl Spängler & Co. AG

Spängler, Die Megatrend-(Er-)Kenner aus Salzburg

Wie schlägt sich das Bankhaus Carl Spängler im Markttest TOPS 2023? © FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, Verlag Fuchsbriefe
Für Anleger, die gern in Zukunftsthemen und Megatrends investieren wollen, gibt es bei etlichen Anbietern nur vage Informationen. Ob das Traditionsbhaus Carl Spängler hier mehr Durchblick hat? Auf der Website präsentiert sich das Haus sehr selbstbewusst und schraubt die Erwartungen des künftigen Kunden hoch. Aber ein unangefochtener 1. Platz in der 2022er TOPs-Bestenliste – 2021 war es ebenfalls ein Spitzenplatz – berechtigt schon zu einer gehörigen Portion Selbstvertrauen.
  • Fuchs plus
  • Erwarteter Investitionsanstieg bleibt aus

Unternehmen treten auf die Bremse

Sinkende Kurse. © peshkov / stock.adobe.com
Die Ausrüstungsinvestitionen der deutschen Industrie bleiben auch nach zwei Corona-Jahren, die zu einem erheblichen Investitionsstaugeführt haben, schwach. Wirtschaftsforscher erwarteten für dieses Jahr einen erheblichen Anstieg der Investitionen. Der wird nun durch den Russland-Ukraine-Krieg und den extrem gestiegenen Energiekosten zunichte gemacht.
Zum Seitenanfang