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Pflicht zur Rückgewinnung von Phosphat ab 2029

Abwasser wird ab 2029 deutlich teurer

Kläranlagen in Großstädten müssen ab 2029 Phosphor aus dem Klärschlamm zurückgewinnen. Das wird in den Anfangsjahren wohl hohe Kosten verursachen, weil die dafür nötigen Anlagen nicht zuvor erprobt werden.

Ab dem Jahr 2029 werden die Abwassergebühren einen Schub bekommen. Grund: Kläranlagen in Städten ab 100.000 Einwohnern müssen dann Phosphat aus Klärschlamm zurückgewinnen. In Städten ab 50.000 Einwohnern wird das ab 2032 Pflicht. 

Es wurden bereits mehrere Techniken für die Rückgewinnung von Phosphat entwickelt. Getestet wurden sie aber bisher nur im Labor oder in Prototypen. Ob mit den Verfahren Phosphat gewonnen werden kann, das den Vorgaben der Klärschlammverordnung entspricht, ist darum noch nicht absehbar. 

Abwasser wird ab 2029 deutlich teurer

Anlagen zur Rückgewinnung von Phosphat werden absehbar auch erst 2029 gebaut. Denn erst ab dann können die Kosten dafür auf die Abwasserkunden umgelegt werden. Besonders in den ersten Jahren dürfte es zu spürbaren Steigerungen der Gebühren zunächst in Großstätten kommen. In kleinen Städten dürfte der Kostenanstieg noch höher sein. Denn die Investitionskosten für die Anlagen sind im Vergleich zum rückgewinnbaren Phosphat relativ höher. 

Mittelfristig könnte sich für Klärwerke über den Phosphat-Verkauf eine neue Erlösquelle öffnen. Denn Phosphat ist ein wichtiger Rohstoff für die Düngerherstellung. Dafür werden 80% der weltweit geförderten Menge verwendet. In Deutschland werden 124.000 t Phosphat p.a. verbraucht. Aus Klärschlamm könnten in Deutschland bis zu 50.000 t zurückgewonnen werden. Die Preise für Phosphat schwanken in den vergangenen Jahren stärker (akt. 152 USD/ t).

Fazit: Die Pflicht zur Rückgewinnung von Phosphat wird die Abwassergebühren ab 2029 spürbar anheben. Zuerst betroffen sind größere Städte. Unternehmen mit hohen Abwassermengen sollten den Kostenfaktor bereits weitsichtig einkalkulieren oder eigene Abwasserlösungen eruieren.
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