Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
494
Öffentlicher Dienst als „Hauptsünder“

Befristete Arbeitsverträge werden Wahlkampfthema

Befristete Arbeitsverträge werden in der Endphase des Wahlkampfs zum Streitthema. Es werfen ausgerechnet die mit Steinen, die selbst im Glashaus sitzen.
Befristete Arbeitsverträge werden auf den letzten Metern zum Wahlkampfthema. Die Parteien streiten zwar mit korrekten Zahlen, aber falschen Interpretationen. Dabei wollen SPD, Grüne und Linke den Boden bereiten, sachgrundlose Befristungen zu verbieten. Richtig ist: Bei Neueinstellungen waren im vergangenen Jahr 45% der Verträge befristet. Das waren vier Punkte mehr als 2015. Doch in den Jahren davor bewegte sich die Quote zwischen 43% und 46%. Die Altersgruppe zwischen 25 und 35 Jahren, also die Berufseinsteiger, waren dabei überdurchschnittlich vertreten. Und: Nach letztverfügbaren Zahlen (2015) bekamen knapp drei Viertel von ihnen nach der Befristung einen regulären Arbeitsplatz. Der Einstieg via Befristung klappte also überwiegend. Impulsgeber für den Anstieg der Quote ist der öffentliche Dienst. Bei „Vater Staat“ lag der Anteil befristeter Stellen bei 57%, im Wissenschafts-, Bildungs- und Erziehungsbereich sogar bei 72%. Und weil der Staat 2016 mehr Personal einstellte als in den Jahren zuvor, wirkte sich das entsprechend steigernd auf die Gesamtquote aus. Beim Personalbestand sieht es ähnlich aus. Von den deutschlandweit 44 Mio. Arbeitsverhältnissen waren laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im vergangenen Jahr 8,5% der Beschäftigten befristet angestellt. „In der Altersgruppe 25 bis 35 Jahre waren 2015 knapp 12% der Beschäftigten befristet tätig. In der Privatwirtschaft betrug der entsprechende Anteil knapp 11%, im öffentlichen Dienst rund 23%.

Fazit: Ein Verbot sachgrundloser Befristung wird nicht kommen. Der Staat würde selbst am meisten an Flexibilität einbüßen.

Meist gelesene Artikel
  • Börseneinschätzung vom 06. Juni 2019

Fed verhindert Absturz

Die Bullen haben nochmal einen Anstoß bekommen. Die Bären werden hartnäckiger. Copyright: Pixabay
Die Märkte feiern das billige Geld. Doch der Schein trügt; die Bullen und Bären kämpfen miteinander. Jüngst verhinderte die Fed erst einen Kursrutsch. Anleger sollten sich nicht in die Irre leiten lassen und ihr Portfolio mit Sicherheit diversifizieren. Eine Assetklasse rückt wieder verstärkt in den Fokus.
  • Fuchs plus
  • Beyond Meat

Kursexplosion bei Veggie-Fleischhersteller

Das vegane Burger-Patty ist das Flagschiff von Beyond Meat. Copyright: Pixabay
Die veganen Ersatzprodukte von Beyond Meat katapultieren den Aktienkurs dynamisch nach oben. Nicht nur die Produkte, allen voran der vegane Burger, scheinen zu schmecken, sondern auch die Aktie selbst. Anleger, die frühzeitig eingestiegen sind, können sich momentan über ein Plus von 220% freuen.
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Vegane Ernährung

Hohe Zuwächse bei Veggie-Unternehmen

Veganismus ist ein Megatrend. Copyright: Pixabay
Veganismus ist ein Megatrend. Egal ob Lebensmittel im Supermarkt, extra Sparten in Restaurant-Menüs oder nachhaltige Produkte in den Drogerien. Die Wachstumsrate in der Branche ist hoch. Anleger können so nachhaltig und renditeorientiert investieren.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Kakaopreis nimmt Fahrt auf

Exportstopp verhängt

Der Kakaopreis ist aus seiner Seitwärtsrange ausgebrochen! Fundamental spricht vieles für einen anhaltenden Trend. Getreu dem Motto "The Trend is your Friend", bieten sich fürn Anleger jetzt noch günstige Einstiegsgelegenheiten.
  • Fuchs plus
  • Der Weizenpreis kurz vor einem Widerstand

Ernteprognosen zu hoch

Der Weizenpreis steht vor einem Widerstand. Ob dieser gebrochen wird ist fraglich. Dafür spricht, dass die Ernteprognosen deutlich nach unten revidiert werden mussten.
  • Fuchs plus
  • Euro und Bitcoin: Zahlgeld oder Verwahrgeld?

Die verflixte Geldmenge

Ob eine Währung eher als Zahlungsmittel oder als „Verwahrgeld" gehalten wird, hängt auch mit den Möglichkeiten zusammen, wie ihre Geldmenge gesteuert wird. Bei Bitcoin und Euro werden die Folgen offensichtlich. Aber es ist nicht so einfach zu bewerten, was besser und was schlechter ist.
Zum Seitenanfang