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Logistikverbände warnen Politik: Versorgungssicherheit gefährdet

Branche schlägt Mindeslohn-Alarm

© Robert Kneschke / stock.adobe.com
Die Logistikverbände schlagen Alarm: Eine Erhöhung des Mindestlohns wird die ohnehin angespannte Lage der Branche weiter verschärfen. Seit 2021 ist der Mindestlohn um 34,9% gestiegen. Eine Erhöhung auf 15 Euro würde die Steigerung auf 57,9% treiben. Die Konsequenzen wären politisch heikel.

Die Logistikverbände warnen die Bundesregierung dringend vor der Erhöhung des Mindestlohns. Am 16. Juni haben sich verschiedene Logistikverbände, darunter die BGL (Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung), BPEX (Paket- und Expresslogistik), BWVL (für Eigenlogistik & Verlader) und DSLV (Spedition und Logistik) einen gemeinsamen offenen Brief an die Mindestlohnkommission und politische Entscheidungsträger geschrieben.

Die Lage in der Branche sei alarmierend - eine Mindestlohnerhöhung werde die Probleme der Branche massiv verstärken. Seit 2021 ist der Mindestlohn bereits um 34,9% gestiegen. Würde er auf 15 Euro/Stunde angehoben, betrüge die Steigerung 57,9%. Das könne auf Unternehmensseite kaum noch durch Erlös- oder Produktivitätssteigerungen kompensiert werden. 

Politik drängt Logistikbetriebe von der Straße

Die politisch geforderte Mindestlohnerhöhung hätte einen beschleunigten Stellenabbau zur Folge. Im Jahr 2024 gab es bereits 10,3% mehr Insolvenzen (ggü. Vj.). Akuter Fahrermangel und massives Dumping (43% gebietsfremde Transportdienstleister) seien dennoch Alltag. 

Die Probleme der Branche sind vielschichtig. Denn auch wachsende Klimaschutzanforderungen (steigende Betriebsausgaben) und Bürokratie belasten die Unternehmen der Branche. Zusätzlich monieren die Unternehmen mangelhafte Investitionen in nachhaltige Ladeinfrastruktur, fehlende Stellplätze für Lkws und viele sanierungsbedürftige Brücken (ca. 4.000).  Bei der CO2-Maut sei es bisher nicht zur Re-Investition für E-Lkw und Ladeinfrastruktur gekommen. Dieser Cocktail gefährde bereits die Versorgungssicherheit, so BGL.

Fazit: Die Branche schlägt Alarm. Die politisch forcierte Anpassung des Mindestlohns würde die Betriebe unter noch größeren Druck setzen. Je größer der Lohndruck wird, desto mehr steigt der Preisdruck (Inflationseffekt). Außerdem wird das Verlagerungen zu Anbietern aus dem Ausland nach sich ziehen. Damit ist hierzulande niemandem geholfen. Parallel steigt der Automatisierungsdruck in der Branche. In der Transportbranche scheint ein Kipp-Punkt erreicht zu sein.

Hinweis: Mehr Infos gibt es unter: www.ichfahrfürdich.de

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