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Problemlöser für Klimaerwärmung

CO2 im Erdinnern speichern

Eine gute Idee findet nicht nur Freunde: Proteste gegen CO2-Endlager in Flensburg. ©Picture Alliance
Die Abscheidung und Einlagerung von CO2 in unterirdische Gesteinsschichten (Carbon Capture and Storage, CCS) bietet ein großes Potenzial, um CO2-Emissionen nicht in die Umwelt gelangen zu lassen. Die Preise für die Technik werden in den nächsten Jahren stark sinken. Bei steigenden CO2-Emissionspreisen könnte die Technik dann wirtschaftlich werden.

Die Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage) könnte zu einem teilweisen Problemlöser der "Klimaerwärmung" werden. Die Technik bietet ein großes Potenzial zur CO2-Reduktion. Die Schätzungen, welche Mengen gespeichert werden können, gehen weit auseinander. Sie liegen zwischen 8.000 Mrd. und 55.000 Mrd. t. Deutschland emittierte 2019 etwa 811 Mio. t CO2, Europa 4,3 Mrd. t und weltweit waren es 36,6 Mrd. t. Selbst wenn die kleinere Zahl stimmt, können rein technisch die weltweiten Emissionen aus 220 Jahren eingelagert werden.

Bisher gute Erfahrungen mit der Einlagerung

Um die Potenziale sicher abschätzen zu können, müssen geologische Formationen untersucht werden. Es geht darum herauszufinden, ob sie Schwächen aufweisen. Das Gas kann aus alten Bohrlöchern oder Brüchen im Gestein entweichen. Bisherige Erfahrungen sind positiv: In das Gasfeld Sleipner in der norwegischen Nordsee wird seit 20 Jahren der CO2-Anteil des geförderten Gases wieder zurück gepumpt. Eine geologische Erkundung des Feldes durch das Kieler Geomar-Institut erlaubt die Schlussfolgerung, dass das Gas dort dauerhaft gespeichert bleiben wird.

Europäische Länder wollen alte Gasfelder zur Einlagerung nutzen

Norwegen, Schottland und die Niederlande wollen leere Gasfelder zur Speicherung nutzen. Der Vorteil: durch die schon vorhandenen Pipelines sind die Felder aus vielen europäischen Ländern gut zu erreichen. Die Nutzung vorhandener Infrastruktur ist Kosteneffizient.

Kosten werden stark sinken

Die Kosten für die Einlagerung werden stark sinken. Das sagt das Global CCS Institute voraus, ein von der australischen Regierung finanzierter Think Tank. Demnach sind bei Kohlekraftwerken Kosten von etwa 49 EUR/ t CO2 absehbar. Bei Gaskraftwerken sind es 38 EUR/ t CO2. In der Stahlerzeugung fallen 58 EUR/ t CO2 an, bei Zement 92 EUR/ t. Noch liegen die Kosten für CCS etwa 15% bis 30% höher. Aber eine häufigere Anwendung der Technik wird die Kosten in wenigen Jahren sinken lassen. Preise um die 50 Euro je Tonne CO2 können im europäischen Emissionszertifikathandel in den nächsten fünf Jahren erreicht werden. Dann wäre die Einlagerung wirtschaftlich sinnvoll. Schon im letzten Jahr lagen die Spitzen bei 29,46 Euro (aktuell 24 Euro). 

Fazit: Die Bundesregierung sollte CCS in ihre Klimastrategie integrieren. Zumindest für einige Jahre kann die Speicherung dazu genutzt werden, Zeit zu gewinnen. Denn die Herausforderungen, das Energiesystem umzubauen, sind gewaltig. Die geplanten 30 Jahre bis 2050 werden dafür kaum ausreichen.

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