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Betriebskantine nach Corona

Das Aus für den Mittagstisch im Betrieb?

Künftig nur noch Lunchbox? Copyright: Pexels
Wenn der Lockdown vorüber ist, freuen wir uns wieder andere Menschen zu treffen, die Abende in Restaurants zu verbringen, in Bars zu gehen und wieder Urlaub in schönen Hotels zu machen. Doch während wir beim Italiener um die Ecke feiern werden, geht für die Betriebskantinen die Arbeit erst so richtig los.

Die deutschen Betriebskantinen stehen vor einer enormen Transformation. Sie drohen von der Änderungen in der Arbeitswelt "verschluckt" zu werden. Hintergrund der düsteren Prognose ist das Schlagwort „New Work“ – die neue Arbeitswelt. Darauf müssen sich Betriebe einstellen.

9,5 Mio. Deutsche aßen vor Corona regelmäßig in einer Betriebskantine. Nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Gemeinschaftsgastronomie beschäftigt die Branche 100.000 Mitarbeiter in Deutschland. Hinzu kommen noch Zulieferer aus Großhandel, Landwirtschaft und Logistik. Über deren Umfang hat das Institut allerdings keine validen Zahlen. Im Durchschnitt hat ein Angestellter sich für 3,54 Euro verpflegt – nicht viel Geld für eine sättigende Mahlzeit. Viele Mitarbeiter vergessen schnell, dass die niedrigen Preise über die Bezuschussung vom Arbeitgeber zustande kommen.

Für wen soll die Kantine kochen, wenn alle Zuhause sind?

Das Corona-Jahr hat nun Entwicklungen katalysiert, die ohne das kleine Virus noch etwas auf sich hätten warten lassen. Der vorgezeichnete Trend spricht im besten Fall für Verkleinerungen, vermutlich auch Entlassungen und Insolvenzen. Davon wird ebenso das kleine Bistro mit Mittagstisch um die Ecke betroffen sein. Uni-Mensen und Schulkantinen haben eine Daseinsvorsorge und werden am Markt bleiben, auch wenn sie unwirtschaftlicher werden.

Für Unternehmen stellt sich die Frage, wie damit umgehen. Eine Kantine zu finanzieren, die halb leer ist, ist unwirtschaftlich. Eine Erhöhung der Subventionen ebenfalls.

Lösungsansatz aus der Schule

Aber es gibt Ansätze, der Situation zu begnen. Sie kommen aus der Schulspeisung. Vorbestellungen schaffen Planungssicherheit, sparen Kosten und beugen Lebensmittelverschwendung vor.

Fazit: Die Bedeutung des Mittagstisches wird sinken. Online Services, Apps und Digitalisierung schaffen etwas Abhilfe. Aber eine komplette Kompensation ist nicht zu erwarten.

Hinweis: Höhere Preise an die Belegschaft weiterzugeben, kann maximal über eine bessere Qualität gerechtfertigt werden. Haben Sie das im Hinterkopf und reden Sie rechtzeitig mit ihrem Caterer.

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