Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
329
Überzeugungsarbeit bei Digitalisierungsprojekten

Digitalisierung will finanziert sein

Die Finanzierung von Digitalisierungsprojekten hat ihre Besonderheiten. KMU müssen bei den Kreditinstituten starke Überzeugungsarbeit leisten, wenn diese Digitalisierungsprojekte finanzieren sollen.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) denken bei der Finanzierung von Digitalisierungsprojekten zu wenig strategisch. Das ist die Einschätzung der Finanzierungsexperten des Bundesverbandes freier Berater. Die Finanzierung von Digitalisierungsprojekten hat ihre Besonderheiten. Sie unterscheidet sich grundlegend von der Finanzierung eines Maschinenkaufs. Die Maschine wird finanziert und zugleich als Sicherheit geboten, aufgestellt und arbeitet. Wer Digitalisierung finanzieren will, muss eine auf Jahre angelegte Investitionsplanung haben. Problematisch ist dabei grundsätzlich, den Wert von Digitalisierungsinvestitionen verlässlich einzuschätzen. Hinzu kommen bei Digitalisierungsprojekten immer wieder (teils schwer absehbare und einschätzbare) „weiche Kosten“ (z. B. Fortbildung, Prozessanpassungskosten). Zudem handelt es sich bei solchen Investitionen meist um maßgeschneiderte Lösungen, die anderswo nicht verwertbar sind. Diese Faktoren erschweren es den Banken, Digitalisierungsinvestitionen gut zu kalkulieren, ihre langfristige Werthaltigkeit einzuschätzen und Teile der Investition als Sicherheiten zu akzeptieren. Diese Problematik spiegelt sich im Grad der Digitalisierung. Insbesondere ertrags- und liquiditätsstarke Unternehmen können Digitalisierungsprojekte stemmen. Unternehmen mit mittlerer oder schwacher Bonität haben dagegen oft Probleme. Das wird nach Einschätzung der KMU-Berater auch so bleiben. KMU müssen bei den Kreditinstituten starke Überzeugungsarbeit leisten, wenn diese Digitalisierungsprojekte finanzieren sollen. Sie müssen erläutern, welche Veränderungen die Digitalisierung in Geschäftsmodell, Abläufen und IT-Strukturen des Unternehmens auslösen wird. Auf dieser Basis sollten die oftmals über Jahre notwendigen Investitionen möglichst konkret (nach Zeitverlauf und Höhe) erfasst werden.

Fazit: Digitalisierung ist in vielen Branchen zwingend und eröffnet Chancen. Wer solche Projekte aber finanzieren muss, der sollte einen langfristigen Plan haben. Alternative für KMU: Eine Digitalisierungs-Strategie entwickeln und jedes Jahr ein kleineres Projekt umsetzen.

Meist gelesene Artikel
  • Wenn der Sonne über die Wald scheint

Entschuldigung, wir schreiben politisch nicht korrekt

Ralf Vielhaber, Chefredakteur FUCHSBRIEFE
Wie schreibt man einen politisch korrekten Fuchsbrief, ohne seine LeserInnen zu verletzen. Und 58 weitere Geschlechter noch dazu. Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber hat sich mit seinem Team dazu Gedanken gemacht. Und sie kommen zu einem überraschenden Ergebnis.
  • Beschäftigungsbonus nicht mit EU-Recht vereinbar

Beschäftigungsbonus kippt

Der von der Regierung beschlossene Beschäftigungsbonus kommt nicht. Das Finanzministerium hielt ihn nicht mit EU-Recht verineinbar.
  • Neuemission

IKB Weihnachtsanleihe 2017

Die IKB emittiert erneut eine Weihnachtsanleihe. Anleger tun mit ihrem Investment noch etwas Gutes.
Neueste Artikel
  • Käufer weichen in die zweite und dritte Reihe aus

Ungebremste Preisrally am Kunstmarkt

Am Kunstmarkt geht ein Rekordjahr zu Ende. Für 2018 stehen die Zeichen weiter auf starke Preissteigerungen. Kunst-Sammler und Investoren gehen darum immer weiter ins Risiko.
  • 23.700 Unfälle im Zusammenhang mit Leitern

Neue Leiternorm ab 2018

Ab dem 1. Januar 2018 tritt überarbeitete Leiter-Norm in Kraft, die Veränderungen betreffen hauptsächlich tragbare Anlageleitern mit einer Leiterlänge von über drei Metern.
  • Nur noch Schließen von Bitcoin-Positionen möglich

Bitcoin-Unruhe bei Brokern

Der Broker GKFX verkündete, dass ab sofort nur noch das Schließen von Bitcoin-Positionen möglich ist und keine neuen Käufe mehr.
Zum Seitenanfang