Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
812
Finanzierung

KfW verschenkt Geld

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird ab Herbst Geld verschenken. Entgegen ihrem bisher üblichen Geschäft wird sie dann auch Zuschüsse für einbruchsichernde Maßnahmen an Wohnungen vergeben.
Bisher vergibt die staatseigene KfW-Bank lediglich Kredite und kreditgebundene Zuschüsse im Bereich der Einbruchsicherung. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat das Programm für besseren Einbruchschutz bereits beschlossen. Noch für 2015 (und bis einschließlich 2017) sollen insgesamt 30 Mio. Euro dafür bereitgestellt werden. Den entsprechenden Nachtrag zum Haushalt hat der Bundestag bereits abgenickt. Die Bedingungen für die Gewährung des Zuschusses:
  • Gefördert werden 20% der Investition, höchstens jedoch 1.500 Euro pro Antrag; Mindestinvestitionssumme: 500 Euro.

  • Voraussetzung ist die Vorlage von zwei Angeboten oder einem Angebot einer zertifizierten Fachfirma.

  • Die Förderung erfolgt nach Eingang der Anträge, die Auszahlung nach Vorlage der Originalrechnung.

  • Antragsberechtigt sind einmalig Eigentümer und Mieter (mit Zustimmung des Eigentümers).

  • Zuschüsse werden gewährt für Materialkosten – zusätzlich zur steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen.

Für Eigentümer können sich Investitionen in Sicherheitstechnik lohnen. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2014 ist die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle im Vergleich zum Vorjahr auf 152.123 Delikte angestiegen (+1,8%). Damit erreichten Einbrüche den höchsten Stand seit 15 Jahren. Als Sicherungsmaßnahmen lohnen sich oft schon ordentliche Riegel vor Fenstern und Türen, Sicherheitstüren, Bewegungsmelder und Alarmanlagen. Alle diese Maßnahmen werden ab Herbst von der KfW bezuschusst. Eine solche Sanierung kann schnell mit mehreren tausend Euro zu Buche schlagen. Allein eine gute Sicherheitstür kostet schon 1.500 Euro.

Fazit: Wer entsprechende Investitionen plant, bekommt bald ein Geschenk vom Staat. Bei 10 Mio. Euro für das laufende Jahr werden allerdings nur knapp 6.600 Antragsteller in den Genuss des Programms kommen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Meist gelesene Artikel
  • Deutschland schröpft seine Mittelschicht

Erstklassig nur bei Steuern und Abgaben

Ralf Vielhaber
Die OECD hat neuste Zahlen zur Belastung der Löhne mit Steuern und Abgaben vorgelegt. Und zeichnet da für Deutschland ein in Teilen erschreckendes Bild. Vor allem, wenn man an die Zukunft denkt.
  • Im Fokus: Aktien aus Neuseeland

Lukrative Titel vom anderen Ende der Welt

Auf der Suche nach spannenden Titeln in Neuseeland Copyright: Pixabay
Von Deutschland aus betrachtet, liegt Neuseeland am anderen Ende der Welt. Dieser Tatsache ist es wohl geschuldet, dass neuseeländische Titel bei hiesigen Anlegern kaum eine Rolle spielen. Das ist angesichts lukrativer Unternehmen und Investments ungerechtfertigt. Einige davon stellen wir heute vor.
  • Fuchs plus
  • FXFlat

Der Sieger im Ranking

FXFlat markiert im aktuellen Ranking die Benchmark für Broker. Mit einem hauchdünnen Vorsprung sichert sich der Broker den ersten Platz. Wir gratulieren dazu und sind dgespannt, ob uns der Broker auch im nächsten Jahr eine so tolle Leistung bietet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die alten Rezepte wirken nicht mehr

Geldpolitik völlig losgelöst

Charles Evans begreift die aktuelle Geldpolitik der Fed als restriktiv. Angesichts der aktuellen Zinsen scheint das eine steile These zu sein. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen jedoch, dass althergebrachte Rezepte ihre Wirkung verloren haben.
  • Fuchs plus
  • Japans Trumpf ist die Schwäche der Anderen

Steuererhöhungen stehen an

Anstehende Steuererhöhungen in Japan werden in Zukunft die Konjunktur belasten. Für den Yen ergibt sich daraus ein trüber Ausblick. Die Stärke des Yen liegt aktuell vor allem in der Schwäche der Anderen.
  • Fuchs plus
  • Die Konjunktur kühlt sich weiter ab

Eurozone liefert schwache Signale

Die Konjunktur innerhalb der Eurozone verliert weiter an Fahrt. Indikator dafür sind die sinkenden Import- und Exportzahlen. Für die Perspektive des Euro zeichnet sich dadurch ein klares Bild.
Zum Seitenanfang