Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1346
Logistik

Frachtkostenmanagement: Den Preiskampf gewinnen

Ziele, Kennzahlen und geschickter Umgang mit Dienstleistern sind Erfolgsfaktoren für bessere Preise, Prozesse und mehr Qualität.
Die Frachtpreise innerhalb Deutschlands werden 2017 wieder steigen. Dies ist nicht zuletzt Folge der ausgeweiteten Maut auf zusätzliche 1.100 km. 2016 waren sie rückläufig. Grund war der gefallene Dieselpreis. Das geht auf Ihre Kappe. Denn über Ausschreibungen und Verhandlungen lässt sich nicht mehr viel rausholen, berichten Einkäufer. Nur wenn Sie tiefer ins Frachtkostenmanagement einsteigen, winken günstigere Preise bei hohem Service-Level. So geht’s:
  • Bauen Sie mit Hilfe von Kennzahlen ein Steuerungssystem auf.

  • Leiten Sie aus der Unternehmensstrategie Ziele für die Logistik ab (100 bis 150 Einzelziele stehen bei größeren Firmen „auf dem Zettel“).

  • Auch Ziele festlegen, für die sich keine Kennzahlen ableiten lassen.

  • Beispiel für eine wichtige Kennzahl: Abweichung der Quotierung für LKW-Transporte; vereinbaren Sie ein bestimmtes Transportvolumen, das Sie dann mit den tatsächlich gefahrenen Mengen abgleichen.

Ein solches Vorgehen erfordert die Zentralisierung des Logistikeinkaufs. Dies ist ohnehin ein Trend in größeren Firmen. Beispiel-Tool: Bei einem Gesundheitsdienstleister (weltweiter Händler von Produkten, Dienstleistungen und Ausstattung von Praxen) werden Infos aus der Lieferkette direkt in ein Tool eingespielt. Ein externer Dienstleister kontrolliert via Tool die Rechnungen der Ausgangsfrachten. Die Vergleichsrechnung hat hierbei eine 2- bis 3-% niedrigere Summe gegenüber den Rechnungen der Frachtführer ergeben … Für Eingangsfrachten schlägt das System den optimalen Frachtführer vor. Im  Nachgang erfasst das Tool auch die geleistete Lieferqualität (wie Kundenbeschwerden). Weitere Stellschrauben für weniger Komplexität und mehr Transparenz bzw. Produktivität:
  • Wenn Sie die Lieferkette in kleinere Einheiten einteilen, sind Sie flexibler beim Dienstleisterwechsel.

  • Optimieren Sie Auslastung und Touren, indem Sie

  • Trailer Pools und strategische Partnerschaften bilden.

  • Visualisieren Sie Abhängigkeitsrisiken in einer Matrix: Wer unter den Grenzwert rutscht, gerät so in Ihren Fokus.

  • Bei Luftfracht: Wählen Sie zwei Dienstleister aus, die im Wettbewerb stehen (Sie gewinnen so mehr Transparenz im Tarifdschungel).

  • Passen Sie monatlich den Treibstoffzuschlag an (Benchmark: FSC Index).

  • Akzeptieren Sie keine unübersichtlichen Preispositionen.

  • Bei Ausschreibungen: Laden Sie in Frage kommende Dienstleister vorher zur Teilnahme ein (also keine offene Ausschreibung).

  • Schreiben Sie einmal pro Jahr aus.

  • Setzen Sie (auch) kleinere Dienstleister ein (das tun auch große einkaufende Unternehmen!).

Fazit: Sie können auf diese Weise steigende Grundkosten kompensieren.

Hinweis: Im Internet halten wir für Sie eine Checkliste für Optimierungen bereit: http://tinyurl.com/zd6e398.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Verbesserung der ESG-Bilanz wirkt sich positiv aus

Factoring mit Nachhaltigkeits-Bonus

Grüner Sand läuft durch eine Sanduhr. © William_Potter / Getty images / iStock
Das Thema Factoring spielt bei immer mehr Unternehmen eine Rolle. Gerade in unsicheren Zeiten ist es ein guter Schutz gegen Zahlungsausfälle. Auch hier kommt nun das Thema Nachhaltigkeit an. Gut umgesetzt, kann das die Kosten des Verfahrens mildern.
  • Fuchs plus
  • Moskau fragt in Stockholm nach Ermittlungsergebnissen

Schweden schweigt zu Anschlag auf Nord Stream

(c) picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner
Was geschah bei der Sprengung von Nord Stream 2 und wer ist dafür verantwortlich? Diese Frage beschäftigt noch immer viele Menschen und auch den russischen Generalstaatsanwalt. Der hatte jetzt erneut eine Anfrage an die schwedischen Ermittlungsbehörden gestellt. Doch die ignorieren die Anfrage wiederholt. Eine Antwort an Moskau würde Schweden massiv gefährden.
  • Deutschland muss einfacher werden

Wie der Fachkräftemangel zum Segen werden kann

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber
In Deutschland herrscht Personalnot. Zudem ist das Land überreguliert. Beides gehört zusammen. Wir und unsere Politiker werden dazu umdenken müssen. Je rascher desto besser, meint FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. Dann kann aus dem Fluch des Fachkräftemangels ein Segen für das Land werden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • EZB kapituliert vor Inflation

Unternehmen sollten Zwischentief bei den Zinsen nutzen

© RK MEDIA / stock.adobe.com
Am Donnerstag wird die EZB die Zinsen weiter anheben. Die Hoffnungen, das Zinshoch bald erreicht zu haben, sind aber auf Sand gebaut. Selbst wenn die EZB ihr Zinstempo drosselt, müssen sich Unternehmen auf steigende Finanzierungskonditionen einrichten.
  • Standortbedingungen verschlechtern sich rapide

Wie Deutschland seinen Wohlstand verspielt

Stefan Ziermann, Chefredakteur Verlag Fuchsbriefe.
"Wohlstand für alle" - dieses Versprechen galt einmal. Denn vor zehn Jahren gab es einen Trendbruch. Um ihn zu drehen, braucht es laut FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Stefan Ziermann nicht immer mehr staatliche Eingriffe, sondern eine Besinnung auf marktwirtschaftliche Prinzipien.
  • Fuchs plus
  • Schock für die Beraterbranche

EU erwägt ein Provisionsverbot

© Pormezz / stock.adobe.com
Viele Berater erhalten für ihre Dienstleistungen und Vermittlungen eine Provision. Dem Gesetzgeber ist das ein Dorn im Auge, fürchtet er doch, dass es negative Auswirkungen auf Beratungsqualität und das Angebot für die Kunden haben könnte. Nun zittert die Branche aus Angst vor der EU.
Zum Seitenanfang