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Fed bleibt konstant, EZB senkt

Anlagedruck in der Eurozone wächst

Die US-Notenbank Fed hat sich gegen US-Präsident Donald Trump positioniert. Das stärkt den US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dagegen den Leitzins weiter gesenkt. Das erhöht in der Eurozone den Anlagedruck und dürfte Aktien weiter beflügeln. Allerdings gibt es einige Rotationen am Aktienmarkt.
Die Zinsentscheidung der US-Notenbank hat gestern die Fronten geklärt. Fed-Chef Jerome Powell hat die Leitzinsen wie erwartet unverändert belassen. Wichtiger als diese Entscheidung, die am Markt praktisch alle Beobachter erwartet hatten, waren die Aussagen mit Blick auf die weitere Zinspolitik der US-Notenbank. 

Powell gegen Trump

Fed-Chef Powell hat eine Gegenposition zum neuen US-Präsidenten Donald Trump eingenommen. Powell hat betont, dass sich die Fed mit "weiteren Zinsschritten nach unten Zeit lassen" könne. Das vorrangige Ziel bleibe weiterhin die Inflationsbekämpfung. Damit positioniert sich Powell bewusst und offen gegen Trump, der von der Notenbank weitere Zinssenkungen fordert, um die Wirtschaft anzukurbeln. 

Die von Trump geforderte Geldpolitik dürfte die ohnehin hartnäckige Inflation noch erhöhen. Dem will Powell vorbeugen, zumal die US-Staatsschulden weiter zügig wachsen. Die Fed wird die Zinsen in diesem Jahr also nur wenig, eventuell sogar gar nicht weiter senken. Wir hatten auf dieses Szenario schon frühzeitig hingewiesen. 

Dollar rauf, Euro runter

Den Dollar wird das weiter stärken, da er seinen Zinsvorsprung gegenüber der Eurozone ausbauen wird. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute - ebenfalls wie erwartet - die Leitzinsen weiter zurückgenommen. Die Zinsdifferenz gegenüber dem Greenback wird damit größer. Ob die Zinssenkungen die Wirtschaft stützen, bleibt indes abzuwarten. Denn es mangelt nicht an Geld oder Finanzierungen, sondern an Perspektiven aufgrund schlechter Rahmenbedingungen. Darum stehen die Unternehmen und die Verbraucher auf der Bremse. 

Die EZB verschärft mit ihrer Zinssenkung zugleich den Anlage-Druck. Denn der Realzins rutscht angesichts der hohen und zuletzt sogar wieder gestiegenen Inflation weiter ab. Geld auf dem Sparkonto zu parken, wird wieder deutlich unwirtschaftlicher. Liquiditätshaltung kostet wieder mehr Geld, Anleihen sind aber ebenfalls nur wenig attraktiv. 

Anlagedruck steigt

Darum dürfte auch weiterhin Geld an die Börsen und in Aktien fließen, zumal die europäischen Titel vergleichsweise günstiger sind als US-Aktien. Auch die Branchen-Rotation aus den Techs in Nachzügler wird sich fortsetzen, weil die Chance-Risiko-Verhältnisse bei diesen Werten deutlich besser sind. 
Fazit: Die Rallye dürfte weiterlaufen, Aktien bleiben auf der Anlage-Agenda ganz oben. Wir favorisieren weiter europäische Werte, zunehmend aus defensiveren Branchen. In gut gelaufenen Positionen sollten Anleger auch mal Gewinne mitnehmen.
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