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Best Practice für Nachhaltigkeitsberichte

Benchmark für Mittelständler

Symbolbild Nachhaltigkeit im Unternehmen. Aus einer Laptoptastatur wächst eine Pflanze heraus. © troyanphoto / stock.adobe.com
Nachhaltigkeitsbericht sind bald Pflicht, aber sie sind auch gut fürs Image. Mit ihnen sollen Unternehmen über Auswirkungen ihres Wirtschaftens und Handelns auf Menschen, Gesellschaft und Umwelt informieren. Wir sagen Ihnen, wie Sie den Inhalt eines solchen Reports gestalten können.

Ein Nachhaltigkeitsbericht ist für viele Unternehmen ab 2024 Pflicht. Auch Mittelständler müssen solche Berichte bald regelmäßig vorlegen. Darum befassen sich etliche Unternehmen derzeit damit, wie sie solche Berichte aufbereiten. Wir haben uns umgesehen und stellen Ihnen nachfolgend die Best Practice vor.

Der Büromöbelhersteller Assmann (Melle) hat den besten Nachhaltigkeitsbericht in der Kategorie KMU in Deutschland vorgelegt. Das sagen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und die Unternehmensvereinigung Future. Beide Häuser haben ein unabhängiges Ranking erstellt, das vom Arbeitsministerium unterstützt wurde. Nach einem Vorscreening waren 40 Berichte ausgewählt worden. Im Fokus stand die Frage, wie gut Unternehmen über Auswirkungen ihres Wirtschaftens und Handelns auf Menschen, Gesellschaft und Umwelt informieren.

Die Benchmark: Büromöbelhersteller Assmann

Der Assmann-Bericht („#weitergehen2020") enthält neben Texten, Bildern und Grafiken auch Kennzahlen in einem digital Factbook. Inhalt: Der Wertschöpfungskreislauf wird veranschaulicht, nachhaltige Leistungen werden eingeordnet und direkte sowie indirekte Umweltauswirkungen in Produktion, Logistik und in Bezug auf die Produkte aufgeschlüsselt. Assmann beschreibt differenziert auch die Ansprüche, die seine Stakeholder an das Unternehmen stellen und wie diese in die Wesentlichkeitsanalyse einbezogen werden.

Das Unternehmen richtet sein Nachhaltigkeitsprogramm klar darauf aus, seine Leistungen kontinuierlich zu verbessern. Werden Ziele nicht erreicht, wird das analysiert und auch begründet. Überzeugend war für die Jury überdies der nutzerfreundliche Aufbau des Reports. Textliche Teile sind multimedial ergänzt mit Audios und Videos.

Wer muss berichten?

Im Ranking ebenfalls vorn sind neben Assmann folgende KMU: Pure Taste, Neumarkter Lammsbräu, Gebr. Ehrnsperger, memo, GLS Bank. Unter den Großunternehmen sind führend: Telekom, Rewe, Merck, Robert Bosch, BASF-Gruppe etc.

Die Berichtspflicht gilt für Unternehmen, die in einem Geschäftsjahr im Durchschnitt mehr als 500 Mitarbeiter haben, deren Umsatzerlöse sich auf mehr als 40 Mio. Euro belaufen oder dessen Bilanzsumme bei mehr als 20 Mio. Euro liegt. 

Fazit: Nachhaltigkeitsberichte werden wichtiger, auch im Mittelstand. Basis dafür ist eine klare Struktur und fundierte und belastbare Informationen. Die sichern Sie auch gegen Vorwürfe des Greenwashing ab.

Hinweis: KMU sind noch nicht unmittelbar betroffen. Allerdings gehen FUCHSBRIEFE davon aus, dass Großbetriebe CSR-Informationen auch von ihren Zulieferbetrieben einfordern werden. Wir raten Ihnen darum dazu, sich schon jetzt darauf einzurichten und vorzuarbeiten. Die Benchmark-Beispiele bieten gute Orientierung.

Nachhaltigkeitsberichte - Beispiele

Den Assmann-Nachhaltigkeitsbericht mit Umwelterklärung lesen Sie hier:
Nachhaltigkeitsbericht 2020 - ASSMANN  

Komplettes Ranking der Berichte
https://www.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de/die-besten-berichte

Weitere Beispiele

Memo
https://www.memoworld.de/verantwortung/memo-nachhaltigkeitsbericht/

Merck
https://www.merckgroup.com/de/nachhaltigkeitsbericht/2021/?gclid=EAIaIQobChMI8cW2hPGn9wIVQuztCh1jwwd7EAAYAyAAEgIxg_D_BwE

Vaude
https://nachhaltigkeitsbericht.vaude.com/

Leitfaden

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Berlin 2001 
http://www.csr-mittelstand.de/pdf/CSR_Kommunikation_IMUG.pdf



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