Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2639
Wie Leifheit seinen Innovationsmotor neu gestartet hat

C-Level insights: Gespräch mit Leifheit-CEO Alex Reindler

Am 26. Mai wird Leifheit eine Produkt-Innovation in der Oberflächen- und Bodenreinigung bekanntgeben, die im Juni auf den Markt kommt. Das Besondere daran ist, dass diese Innovation ein Ergebnis eines neu aufgestellten Innovationsprozesses beim Haushaltswarenhersteller ist. FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Stefan Ziermann hat mit Leifheit-CEO Alexander Reindler darüber gesprochen, wie der Mittelständler den stotternden Innovationsmotor erfolgreich neu gestartet hat.

Leifheit hat seinen eingeschlafenen Innovationsprozess zu neuem Leben erweckt. Ein entscheidender Impuls war der Führungswechsel vor gut 1,5 Jahren. Der neue CEO Alexander Reindler hat den internen Innovationsprozesse grundlegend neu gestaltet – mit Wirkung bis tief in die Unternehmenskultur hinein. 

Reindler: „Innovation ist ein zentraler Wachstumstreiber“

Der eigene Anspruch war Leifheit klar: Das Unternehmen will "immer eine Idee besser sein“, so der CEO. Diesen Anspruch konnte Leifheit aber nicht mehr erfüllen. Innovationen sind immer öfter in Alltagsroutinen untergegangen, die Innovationspipeline war ausgedünnt. Das war ein strategisches Problem. Denn "Innovation ist einer der zentralen Treiber für künftiges Wachstum", so der CEO im Gespräch mit FUCHSBRIEFE.  

Reindler rückte Innovation darum zurück ins Zentrum des Unternehmens. Ein zentraler Erfolgsfaktor war, dass es ihm gelungen ist, eine neue Innovationskultur zu etablieren. Der Neustart wurde nicht top-down verordnet, sondern aus dem Unternehmen heraus organisiert. 

Neue Innovationskultur von innen heraus und mit klarer Vision

Der CEO erinnert sich: „Wir mussten wieder eine Vision schaffen, die begeistert.“ Dafür investierte er vor allem Zeit – und hörte den Mitarbeitern genau zu. In den ersten drei Monaten nach seinem Start sprach der neue CEO mit über 80 Mitarbeitern aus unterschiedlichsten Bereichen. Leifheit beschäftigt insgesamt gut 1.000 Mitarbeiter, davon etwa 370 in Deutschland.  

Diese Mitarbeitergespräche legten den Grundstein für einen Innovationsprozess, der heute auf mehreren Ebenen wirkt:

  • Kundenfokus: Produktideen basieren auf intensiven Verbraucher-Interviews und Marktforschung.
  • Interdisziplinäre Teams: Entwicklung, Marketing, Vertrieb und Consumer Insights arbeiten als Kategorie-Expertenteams zusammen.
  • Freiheit zum Querdenken: Zeit, „verrückt zu denken“, ist ausdrücklich erwünscht.
  • Mitarbeiter als Unternehmer: Mitarbeiter werden ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und selbst zu gestalten.

Innovationsformat: Lunch & Learn

Ein erfolgreiches Instrument ist das interne Format „Lunch & Learn“. Alle drei Monate kommen rund 100 Mitarbeiter zum gemeinsamen Pizza-Essen auf Firmenkosten zusammen – und tauschen sich aus. Dabei gibt es Impulsvorträge von Mitarbeitern, die Ideen zur Produkt- und Prozessverbesserung präsentieren können. Es gibt Zeit für offene Diskussionen und das Management nutzt die Runde, um die Strategie transparent zu machen und Erfolge zu teilen.

Mittelständler und KMU sind bei solchen Formaten im Vorteil. Oft wollen die Angestellten mitgestalten - und oft können sie das auch. "Unsere Leute sind nah dran am Produkt, an den Kunden, an den Prozessen“, sagt Reindler. „Das müssen wir nutzen und diese Kompetenzen und das Wissen einbinden.“

Eine klare 3-Jahres-Vision und Mut zum Nein

Der neue Innovationsprozess geht mit einem anderen Führungsverständnis einher. Reindlers wichtigstes Learning: "Der Chef braucht einen klaren Fokus und muss Aktionismus vermeiden." Darum muss man vor allem den Mut haben, manche Dinge "nicht zu tun, um andere erfolgreich zu machen." Eine konkrete Vision mit einem Zeithorizont von drei Jahren hilft dabei, Entscheidungen zu fokussieren – und dann auch konsequent umzusetzen.

Fazit: Leifheit ist es gelungen, den Innovationsmotor neu zu starten. Zudem gibt es jetzt interne Strukturen, damit der Innovationsprozess auch künftig gezielt läuft. Das Beispiel zeigt: Die Unternehmensführung sollte den Innovationsprozess anstoßen, begleiten und Diskussions-Formate schaffen, die Mitarbeiter liefern die konkreten Impulse. 
Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 6: Performance, Gewinner und Verlierer

Starke Fondsmanager in KW 6: Wer Projekt 8 nach vorn zieht

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Woche 6 verliert das Benchmarkdepot (vermögensverwaltende Fonds) leicht, während mehrere Vermögensverwalter klare Gewinne erzielen und andere stark zurückfallen. Da in Projekt 8 keine Handelsaktivitäten stattfanden, spiegeln alle Veränderungen ausschließlich die Marktbewegungen wider. Die Analyse anhand der Daten von infront zeigt, wer überzeugt – und wer deutlich hinter dem Markt zurückbleibt.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Gewinner, Verlierer und Handelsstrategien

Performance-Projekt 7: ICFB und Value Experts setzen sich klar ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In KW 6 zeigen die Teilnehmer im Projekt 7 (Private Banking Depot) deutliche Leistungsunterschiede: Aktives Management schlägt das passive Benchmarkdepot klar. ICFB und Value Experts steigern ihre Vermögenswerte sichtbar, während die Neue Bank AG einen spürbaren Rückschlag erlebt. Intensive Handelsaktivität prägt die Woche und beeinflusst laut den Daten von infront kurzfristig Risiko und Rendite.
  • Fuchs plus
  • TOPS 2026 – Länderblick Liechtenstein

Kompakte Auswahl, kompromisslose Klasse: Private Banking in Liechtenstein

Erstellt mit Canva
Liechtenstein setzt Maßstäbe im Private Banking: Alle drei bewerteten Institute zählen zu den besten zehn im Gesamtranking des TOPS 2026-Tests. Exzellenz ist hier kein Zufall, sondern Standard – von Beratung über Anlagekonzepte bis zur Transparenz überzeugen die Anbieter mit durchgehend hoher Qualität. Wer auf Stabilität, Diskretion und erstklassige Strukturen Wert legt, trifft im Fürstentum eine kluge Wahl.
Zum Seitenanfang