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Innovationen finanzieren

Erfolgreich unter schweren Bedingungen

Innovationen sind im aktuellen schweren wirtschaftlichen Umfeld wichtiger denn je. Denn sie bieten die Möglichkeit, dem Kosten- und Konkurrenzdruck zu entkommen.

Für Unternehmen ist es wichtiger denn je, innovativ zu sein. Dadurch können sie dem Kosten- und Konkurrenzdruck entkommen. Der Kostendruck durch hohe Energiepreise, Inflation und steigende Löhne führt dazu, dass viele Unternehmen ihre Preise erhöhen. Das funktioniert so lange, wie die Kunden keine billigere Alternativen haben. Neue, häufig chinesische Konkurrenten, deren Produkte inzwischen ziemlich gut sind, können daher zur existenziellen Bedrohung werden. 

Einziger Ausweg für Unternehmen in Deutschland: durch Innovationen stetig bessere Produkte zu bieten, die einen höheren Preis rechtfertigen. Aber Innovationen sind über Banken schwer zu finanzieren, weil der Erfolg einer Innovation unsicher ist. Umso wichtiger ist es, Förderprogramme zu kennen und zu nutzen.

Breit angelegtes Förderprogramm für alle Branchen

Das ZIM, Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand, ist ein breit angelegtes Programm für alle Branchen. Gefördert werden Einzelprojekte, Kooperationen (aus mindestens zwei Unternehmen oder einem Unternehmen und einer Forschugnseinrichtung) und Innovationsnetzwerke. Unternehmen bis 500 Mitarbeiter können die Förderung beantragen. Die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen kann gefördert werden. Bei den Schritten zum Projektantrag erhalten die Unternehmen kostenlose Beratung. Der Antrag ist relativ aufwendig. Mehr dazu unter www.zim.de

Einfacher zu beantragen ist der Innovationskredit der KfW. Dafür reicht es aus, dass die Investitionen interne Prozesse verbessern. Der Kreditbetrag reicht von 25.000 Euro bis 25 Mio. Die Zinsen beginnen bei 2,49%. Von der KfW gibt es auch Kredite bis zu fünf Mio. Euro, bei denen die Bank bis zu 60% des Risikos übernimmt. Mehr unter kfw.de/380 und unter kfw.de/360

Forschungszulage fördert Personalkosten im FuE-Bereich

Das dritte Innovationsprogramm ist die Forschungszulage. Der Fördersatz ist bis zu 25% vom maximal 4 Mio. Euro. Gefördert werden die Personalkosten für Personen, die für F und E arbeiten oder Auftragsforschungskosten. Mehr unter www.bescheinigung-forschungszulage.de

Generell wird sich die Finanzierungskosten und Vergabekonditionen im zweiten Halbjahr etwas entspannen. Das zeigt eine Studie von KfW-Research. Ab dem dritten Quartal werden die Banken wieder mehr Kredite an Unternehmen vergeben, nachdem die Kreditvergabe seit dem zweiten Quartal 2023 deutlich zurückgegangen ist. Eine Ursache ist, dass die Unternehmen wieder mehr Kredite für Lagerhaltung, Betriebsmittel und seit dem Frühjahr auch wieder für Investitionen nachfragen. Die Kreditzinsen werden unverändert bleiben. Langfristige Kredite sind zur Zeit günstiger als kurz- und mittelfristige. Die Vergabekriterien der Banken werden leicht gelockert. Allerdings kommt es dabei auf die Branche an. Für Bau- und Immobilienunternehmen bleibt es schwer, an Kredite zu kommen.

Fazit: Unternehmen sollten Förderungen nutzen, um Innovationen zu finanzieren. Die Vergabebedingungen für Kredite werden etwas leichter.

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