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Warnzeichen bei Forschung und Entwicklung

Forschung: Unternehmen sparen

Forschung und Entwicklung sind eigentlich Stärken des Standorts Deutschland. Aber einige Entwicklungen der vergangenen Jahre weisen in die falsche Richtung.

Das deutsche Innovationssystem zeigt einige Schwächen. Das geht aus dem Gutachten der  Expertenkommision Forschung und Innovation (EFI) zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands hervor. 

Deutschland fällt international inzwischen auch bei den Forschungsausgaben zurück. Mit 3,11% des BIP (2023, aktuellste verfügbare Zahlen) gehört Deutschland zwar noch zu den zehn Ländern weltweit mit den höchsten FuE-Anteil am BIP. Aber Deutschland könnte bald von immer mehr Ländern überholt werden. Die absoluten F&E-Ausgaben sind in Deutschland seit 2019 nur noch um 2,6% p.a. gewachsen. Andere Länder weisen wesentlich höhere Wachstumsraten auf (China +7,8%, Südkorea +5,2%, USA +6%). Selbst die EU 27 erhöhen ihre Ausgaben schneller (+3,5%).

Weniger Patente aus Deutschland

Die Verschiebung manifestiert sich bereits bei der Zahl der Patentanmeldungen. Derzeit werden in Deutschland 1,3% weniger Patente erteilt als noch 2018. Die meisten wichtigen Forschungs-Nationen weisen dagegen steigende Patentzahlen aus. Besonders stark ist das Wachstum in China (+4,9%), wobei nicht alle Patente eine sehr hohe Qualität haben. 

Einen deutlichen Rückstand gibt es bei digitalen Technologien (Chips, Software, Cloudservices). 90% aller deutschen Unternehmen sind bei diesen Technologien von ausländischen Anbietern abhängig, so eine Studie von Bitkom. Bei KI, bzw. den aktuell sich schnell weiter entwickelnden Large Language-Modellen (LLM) kann Deutschland ebenfalls nicht mithalten. Auch in Biotechnologie und Materialwissenschaften gibt es einen Rückstand auf andere Länder.

Fazit: Das deutsche Innovationssystem ist noch immer eine Stärke des Landes. Aber viele Unternehmen sparen inzwischen auch bei F&E - und das ist langfristig im Wettbewerb ein Risiko.
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