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Neue Exportmärkte für die deutsche Wirtschaft

Großer Bedarf an Wasserstoff in Deutschland

Die Nachfrage nach Wasserstoff wird steigen. Quelle: Picture Alliance
Der Bedarf an Wasserstoff in Deutschland wird in den nächsten Jahrzehnten stark ansteigen. 2050 werden etwa 300 TWh oder neun Mio. t Wasserstoff verwendet. Dabei wird der größte Teil aus Importen kommen. Jene Länder, die bei erneuerbaren Energien die niedrigsten Erzeugungskosten haben, sind dabei im Vorteil.
Der Bedarf an Wasserstoff zur Energieerzeugung wird in den nächsten Jahren stark steigen. Mehrere Studien zur Energiewende gehen bis 2050 von einem Bedarf von etwa 300 TWh oder neun Mio. t Wasserstoff bzw. Kraftstoffen auf Wasserstoffbasis in Deutschland aus. Bei einer kohlenstofffreien Wirtschaft könnten es sogar 900 TWh oder 27 Mio. t sein. Zum Vergleich: Aktuell werden weltweit etwa 1.500 TWh Wasserstoff erzeugt. Sie werden fast ausschließlich in chemischen Prozessen wie der Entschwefelung von Kraftstoff verbraucht.

Produktion wird in den kommenden Jahrzehnten hochgefahren

Die Produktion wird in den nächsten Jahrzehnten hochgefahren. Das Forschungszentrum Jülich geht davon aus, dass 2030 etwas über 0,5 Mio. t Wasserstoff in Deutschland verbraucht werden. 2040 sollen es zwischen zwei und sechs Mio. t. sein. Etwas über die Hälfte wird aus dem Ausland kommen. Für die deutsche Industrie ergeben sich neue Exportmärkte für Elektrolyseure und Brennstoffzellen. 

Vorteil für Länder mit niedrigen Gestehungskosten für erneuerbaren Strom

Bei der Produktion von Wasserstoff haben jene Länder einen Vorteil, die über günstige erneuerbare Energien verfügen. Denn Wasserstoff wird mit Strom hergestellt. Schon 2030 kann Wasserstoff aus Australien, Saudi-Arabien und Chile mit Diesel preislich konkurrenzfähig sein.

In einer Studie im Auftrag der Bundesregierung werden Island, Kanada, Marokko, Tunesien und die Türkei als am besten geeignete Länder für einen Export von Wasserstoff nach Deutschland beurteilt. Sie sind recht nahe und bieten eine hohe politische Stabilität. Zum Teil bestehen schon Pipelineverbindungen nach Deutschland. Ägypten, Algerien, Australien, Kanada, Kasachstan, Russland und Saudi-Arabien sind die Länder weltweit, die auf Dauer das höchste Exportpotenzial aufweisen.

Fazit: Die Wasserstoffwirtschaft wird in den nächsten Jahren einen starken Aufschwung erleben. Ein großer Teil des deutschen Verbrauchs wird aus Importen kommen.

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