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Inbetriebnahme über das Internet spart Kosten und Zeit

Industrie 4.0 macht deutliche Fortschritte

Während des Corona-Lockdowns ist es MAN Energy Solutions erstmals gelungen, Maschinen und Anlagen über eine Online-Verbindung in Betrieb zu nehmen, ohne dass ein Ingenieur des Unternehmens vor Ort war. Da MAN komplexe Maschinen herstellt, kann das als Vorbild für andere Maschinen- und Anlagenbauer dienen. Es ist ein Beispiel dafür, wie die Coronapandemie die Digitalisierung vorantreibt.

In der Coronapandemie macht die Industrie 4.0 deutliche Fortschritte, wenn nicht sogar Sprünge. So hat MAN Energy Solutions drei neue Maschinen nur über eine Online-Verbindung in Betrieb genommen, ohne einen eigenen Ingenieur zu den Kunden zu schicken. Das gelang, obwohl das Unternehmen komplexe Maschinen produziert (große Diesel- und Gasmotoren sowie Turbinen, Verdichter und Chemiereaktoren). Schon ab nächstem Jahr soll diese Inbetriebnahme auch als Standard-Möglichkeit für Neuanlagen angeboten werden.

Reisekosten entfallen; die Maschine kann schneller in Betrieb genommen werden

Andere Maschinen- und Anlagenbauer sollten sich das zum Vorbild nehmen, um Zeit und Geld zu sparen. Reisekosten, Visumanträge und Hotelübernachtungen für Inbetriebnahme-Ingenieure entfallen. Kunden können ihre Anlagen um bis zu zwei Wochen schneller in Betrieb nehmen. Außerdem können Maschinenbauer so ihr internationales Geschäft auch während eines Lockdowns aufrechterhalten.

Einige Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Damit das funktioniert, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Zwischen Maschine und Hersteller muss eine schnelle, sichere Internetverbindung bestehen. Sie muss für den Digitalbetrieb ausgelegt sein. Das bedeutet, Sensoren müssen alle wichtigen Parameter der Maschine in Echtzeit überwachen und die Hard- und Software der Steuerung muss auf einen Fernbetrieb der gesamten Maschine ausgelegt sein.

Kundeningenieure müssen Erfahrung mit Inbetriebnahmen haben

Beim Kunden müssen Ingenieure arbeiten, die mit Inbetriebnahmen Erfahrung haben. Während der Inbetriebnahme werden sie kleine Reparaturen ausführen müssen. Denn einzelne Komponenten können während des Versands Schaden nehmen. Daher müssen auch Augmented Reality Anwendungen für die Maschine vorhanden sein. Für die Inbetriebnahme aus der Ferne muss eine vertragliche Grundlage erarbeitet werden. Spezialisten im Betrieb müssen die Inbetriebnahme begleiten.

Der Hersteller kann sicher sein, dass die Maschine zuverlässig funktionieren wird

Um sicher zu gehen, dass die Maschine zuverlässig funktioniert und präzise hergestellt ist, dient der Digitale Zwilling. Zuverlässigkeit ist wichtig, damit bei Inbetriebnahme keine größeren Reparaturen anfallen. Der digitale Zwilling ist ein Software-Modell der Maschine.

Ein solches digitales Modell ist auch für kleine Unternehmen nutzbar und auch für jene, die nur kleine Stückzahlen bis hin zu Einzelstücken herstellen. Denn Hersteller von Komponenten wie etwa Elektromotoren bieten ihren Kunden inzwischen häufig auch einen digitalen Zwilling ihres Produktes. Durch die Kombination der digitalen Zwillinge der Komponenten, der Feldbusse und der Automatisierungstechnik lassen sich recht günstig ganze Maschinen digital konzipieren. Anhand des Modells können dann Konstruktionsmängel und mögliche Störsituationen frühzeitig entdeckt und behoben werden.

Fazit: Die Inbetriebnahme komplexer Maschinen und Anlagen wäre ohne die Coronapandemie erst in einigen Jahren auf den Markt gekommen. Das zeigt, welche Möglichkeiten Industrie 4.0-Lösungen bieten.

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