KI-Software für intelligente Preise
Unternehmen können inzwischen Software nutzen, um in Echtzeit Preise und Rabatte zu kalkulieren und zu nutzen. Das kann erhebliche Effekte haben. Im Durchschnitt würde jedes größere Unternehmen jedes Jahr Rabatte im Wert von 2,43 Mio. Euro nicht einfordern. Das erklärt Dienstleister Flintfox aus Großbritannien (Pricing-Plattform Bishop’s Stortford).
KI-optimierte Preisgestaltung
Eine softwaregestützte intelligente Preisgestaltung reduziert zudem teure Fehlerquellen. Denn entlang der Lieferkette gibt es viele Unsicherheiten. Die Volatilität bei Nachfrage und Preisen führen nicht selten zu hyper-reaktiven und teuren Kaufmustern. Zudem regiert in den meisten Unternehmen noch vielfach fehleranfälliges Excel. Intelligente Preisgestaltung würde bei einem durchschnittlichen Hersteller auch die manuellen menschlichen Fehler reduzieren. Die würden jedes Jahr Millionen kosten, schätzen Experten.
Entsprechende Software-Lösungen können helfen, in Echtzeit einen transparenten Überblick über Preise und Rabatte zu bekommen. Die Automatisierung und Digitalisierung ermöglichen auch, die Veränderungen von Angebot und Nachfrage schneller zu erfassen und automatisch darauf zu reagieren. Das stärkt die Rentabilität. Denn starre historische Daten erlauben keine Prognosen, aktuelle Daten aber schon.
Mustererkennung
Die Zeit fixer Jahreseinkaufspreisverhandlungen und -vereinbarungen läuft ab. Das bestätigen unsere Einkaufsexperten der GMVK Procurement GmbH (Essen). Im indirekten Einkauf ziehen Beschaffungsmethoden wie Dynamic Buying ein, die über permanente Miniauktionen den aktuell angemessenen Preis von Commodities bestimmen. Die Dynamisierung in Echtzeit wird über zunehmend KI-unterstützte Software funktionieren. Mit Hilfe KI-unterstützter Business Intelligence (BI) lassen sich zudem Preisentwicklungsmuster identifizieren und Beschaffungszeitpunkte optimieren.