Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
359
Elektromobilität

Masterplan für Europa

Der Ausbau der Elektromobilität zwingt die beteiligten Unternehmen zur engen Kooperation – branchen- und länderübergreifend.
Der Ausbau der Elektromobilität zwingt die beteiligten Unternehmen zur engen Kooperation – branchen- und länderübergreifend. Auf dem zweiten Kongress „Innovations(t)raum Elektromobilität“ des Elektromobilitäts-Förderprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums wurde klar: Die deutsche Wirtschaft arbeitet auf diesem Sektor an einem Masterplan. Denn alle Beteiligten haben begriffen: Kein Unternehmen schafft den Sprung zur E-Mobilität im Alleingang. So ist die Automobilindustrie stark auf die Energiewirtschaft und beide auf die Anbieter der Informations- und Telekommunikationstechnologien angewiesen. Wer sich nicht abstimmt, riskiert enorme Fehlinvestitionen. Beispiel RWE: Der Energieriese aus NRW hat bereits 100 Mio. Euro in eine Ladesäuleninfrastruktur investiert. Jedoch haben bis heute nicht alle auf deutschen Straßen zugelassenen Elektroautos dafür passende Anschlüsse. Auch der weltweit größte Hersteller von Elektrofahrzeugen, Tesla, setzt auf eine eigene Ladesäuleninfrastruktur. Diese will das US-Unternehmen von den Niederlanden aus in ganz Europa ausbauen. Der Strom an diesen Ladesäulen soll für die Verbraucher frei verfügbar sein. Angesichts hoher Strom- und Infrastrukturkosten geht Tesla damit das große Risiko einer Fehlinvestition ein – vorausgesetzt, alle anderen Anbieter ziehen weiterhin gemeinsam an einem Strang. Der Dialog zwischen den Branchen läuft bereits und intensiviert sich. Unter den beteiligten Unternehmen sind die Autohersteller BMW und Opel, der E-Taxi-Anbieter Vispiron, Anbieter für Software-Plattformen wie OsCar und Siemens, Ladesäulenhersteller wie Bosch und RWE sowie mehrere wissenschaftliche Einrichtungen (z. B. RWTH Aachen, Fraunhofer Institut). Erst durch ihre Vernetzung konnten die einzelnen Akteure alle Herausforderungen erkennen. Dazu gehören eine kompatible Ladesäuleninfrastruktur sowie Bezahlsysteme, Stromanbindung, Netzüberlastung oder Informationsaustausch (z.B. Smartphone-Anwendungen für Autofahrer). Nun sind die beteiligten Akteure dabei, die praktische Umsetzung einzelner Schritte technisch und zeitlich aufeinander abzustimmen. Gleichzeitig denken die betroffenen Industrien grenzüberschreitend. Damit die Autofahrer z.B. aus Belgien oder Niederlanden mit ihren Elektroautos auch in Deutschland Strom „tanken“ können, bedarf es einer gemeinsamen Infrastruktur. Dazu haben Akteure aus den unterschiedlichen Ländern, wie in Deutschland zuletzt auch RWE, die sogenannten Protokolle zur IT-Steuerung offengelegt. Damit schaffen sie eine gemeinsame Plattform. Sie ist vergleichbar mit der von unterschiedlichen Mobilfunkanbietern, deren Kunden problemlos und grenzübergreifend miteinander telefonieren können.

Fazit: Noch stehen einzelne Akteure am Anfang des Weges. Die Erkenntnis, dass keine der betroffenen Branchen weitere Schritte autonom gehen kann, zeigt sich in einer engeren Zusammenarbeit.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Start einer neuen Artikelserie in FUCHS-DEVISEN

Kryptowährungen fahrlässig vernachlässigt

Kryptowährungen stehen in Deutschland nicht hoch im Kurs. Zu Unrecht wie wir meinen. Copyright: Picture Alliance
Kryptowährungen stehen in Deutschland bisher nicht hoch im Kurs. Selbst hinter europäischem Durchschnitt bleiben die Deutschen bei der Bitcoin-Nutzung weit zurück. Doch mit den Anwendungsmöglichkeiten im betrieblichen Zahlungsverkehr sollten sich Unternehmer unbedingt beschäftigen. Die Redaktion FUCHS-DEVISEN startet eine neue Serie und macht die Möglichkeiten von Kryptowährungen transparent.
  • Fuchs plus
  • LGT Bank AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Werte und Individualität – mit kleinen Abstrichen

Die LGT Bank hat die grüne Ampel verdient.
"Wir legen Wert auf Werte" – so präsentiert sich die LGT im Netz und verspricht professionelle Anlagekompetenz sowie individuelle Beratung für private und institutionelle Anleger. 3.188 Mitarbeiter kümmern sich unter Leitung der Fürstenfamilie von Liechtenstein weltweit um die Kunden. Wir gehen mit hohen Erwartungen ins Gespräch – und werden in weiten Teilen nicht enttäuscht.
  • Fuchs plus
  • comdirect bank AG

Nummer Eins beim Online-Wertpapierhandel

Die comdirect bank AG profitiert von den Börsenturbulenzen. Copyright: Picture Alliance
Durch Übernahmen will die Comdirekt Bank ihre Marktstellung ausbauen. Die Tochter der Commerzbank ist Deutschlands Marktführer beim Online-Wertpapierhandel. Diese Marktstellung gilt es zu behaupten.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Des Bauern Leid ist manchen Anlegers Freud‘

Mit dem Turbo gegen eine miese O-Saft-Ernte

Hier zu kalt, dort zu warm: Die großen Orangen-Anbaugebiete in den USA werden in diesem Jahr nur einen dürftigen Ertrag einfahren. Des Bauern leid, ist manchen Anlegers Freud' – denn auch auf die erwarteten Ernteausfälle lässt sich spekulieren.
  • Fuchs plus
  • Das Jahreshoch ist überschritten

Öl-Rally beendet

Öl-Investoren sollten umdenken. Copyright: Picture Alliance
Der Ölpreis war zuletzt nochmals kräftig angezogen. Doch spätestens das Treffen Trump/Putin hat dem Preis einen Dämpfer versetzt. Wer auf den Ölpreis spekuliert, muss jetzt umdenken.
  • Fuchs plus
  • Japans Währung verliert Nimbus als sicherer Hafen für Asien

Langfristiger Aufwärtstrend beim Yen durchbrochen

Der langfristige Aufwärtstrend beim Yen ist durchbrochen. Dafür gibt es insbesondere wirtschaftliche Gründe. Die Situation wirkt selbst-verstärkend. Für Yen-Anleger ergeben sich dennoch Chancen.
Zum Seitenanfang