Mehr Energie sparen durch Netzwerke
Unternehmen, die in Effizienz-Netzwerken zusammenarbeiten, gelingen größere Einsparungen im Energieverbrauch. Effizienznetzwerke bestehen aus mindestens fünf, meist acht bis vierzehn verschiedenen Unternehmen verschiedener Branchen und Größen aus einer Region. Es gibt aber auch überregionale Netzwerke aus Unternehmen derselben Branche. Ziel ist es, mit möglichst niedrigen Investitionen den Energieverbrauch zu senken. Außerdem sollen verstärkt erneuerbare Energien genutzt werden, um Risiken plötzlicher Preisspitzen wie derzeit bei Öl und Gas zu verringern. Die Unternehmen tauschen sich untereinander und mit Experten über die in ihrem Betrieb möglichen Energiesparmaßnahmen aus. Dazu wird zum Start eines neuen Netzwerks zuerst eine Energieberatung bei jedem Unternehmen durchgeführt, bei der der Verbrauch einzelner Arbeitsschritte recht genau ermittelt wird.
Die Einsparungen sind beträchtlich: 2024 hat jedes Unternehmen im Netzwerk im Schnitt 2.654 MWh pro Jahr eingespart. Viele sparen mehr, als sie zunächst geplant haben. 94% der Netzwerkunternehmen waren laut einer Befragung 2025 zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem Netzwerk und würden die Teilnahme daran weiterempfehlen. 82% bewerten das Kosten-Nutzen-Verhältnis als gut. Der Erfahrungsaustausch vermittelt praxisnahes Wissen und bringt neue Ideen hervor. Häufigste Maßnahme der Unternehmen in den Netzwerken ist die Anpassung der Beleuchtung, dann folgen Maßnahmen der Prozesstechnik, Druckluft, Heizwärme, sowie Antriebe. Netzwerk-Unternehmen erhalten im Schnitt mehr Förderung für ihre Effizienzmaßnahmen, als andere Unternehmen.
Fazit: Effizienz-Netzwerke sind ein gutes Mittel, um die hohen Energiekosten zu bekämpfen. Es gelingt ihnen, hohe Einsparungen zu erzielen.
Hinweis: Unter https://www.effizienznetzwerke.org/netzwerkkarte/ können Sie Effizienz-Netzwerke finden, die nach weiteren Teilnehmern suchen.