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Mit einem Plan zur eigenen App

Erst Online-Shops, jetzt Apps: Viele Unternehmen gehen planlos an die Entwicklung dieser Anwendungen für Smartphones und Tablet-Computer heran.
Erst Online-Shops, jetzt Apps: Viele Unternehmen gehen planlos an die Entwicklung dieser Anwendungen für Smartphones und Tablet-Computer heran. Das hat zur Folge, dass die Projekte lange dauern, die Kosten ausufern und kaum positive Effekte erzielt werden. Die Sorge, im Wettbewerb zurückzufallen, treibt den App-Boom an. Viele Unternehmer fürchten, ohne ein eigenes App-Angebot für mobile Geräte den Anschluss zu verpassen und den Beginn der Post-PC-Ära zu verschlafen. Darum versuchen sie, ihre Geschäftsmodelle neu zu denken und lassen teure Mobil-Anwendungen entwickeln. Die Entwicklung und der erfolgreiche Einsatz einer App sind aber nicht trivial. Daher dürfen Unternehmer Aufwand und Kosten beim Thema „Enterprise Mobility“ nicht unterschätzen. Überlegen Sie sich zunächst genau das Ziel und die Zielgruppe für Ihre App. Denn die Bedürfnisse der App-Anwender sind je nach Gruppe völlig verschieden. Apps für Service und Support für Ihre Kunden müssen andere Funktionalitäten haben als reine Shop-Anwendungen oder Apps mit Marketing- und Brandingfunktionen oder Anwendungen, die Ihren Mitarbeitern bei internen Prozesses zur Verfügung stehen. Die konzeptionelle Vorbereitung ist darum besonders aufwändig. Dazu gehört die Marketing-Strategie, die vor der App-Entwicklung erarbeitet werden sollte. Fragen Sie sich, wie die App ihre Zielgruppe erreicht und wie sie möglichst lange auf dem Smartphone bleiben kann. Auch der Datenschutz, Datenbanken-Anbindung, Datenverwaltung (Kundenportal, CRM), IT-Sicherheit und die Anknüpfung an bestehende IT-Schnittstellen sowie die Frage über den späteren Betrieb der Applikation sollten im Voraus geklärt und geregelt sein. Zudem müssen Sie festlegen, auf welcher Plattform die App laufen soll (Android, Apple iOS, Windows 8 Phone, Blackberry OS). Nur dann können Sie vermeiden, dass Ihre App zur Eintagsfliege wird. Je nach Zielsetzung und Komplexität können Ihre Kosten für eine solche Entwicklung zwischen 1.000 und 500.000 Euro variieren. Die Kosten schwanken extrem, weil viele Entwickler keine klare Preis-Strategie haben. Der Durchschnittspreis für komplexe Anwendungen liegt bei 93.000 Euro. Solche Apps beinhalten aber Bezahlsysteme, E-Mail-Client oder ermöglichen den Zugriff auf ihre Kundendatenbank. Selbst wenn sie „nur“ eine Schaufenster-App entwickeln lassen, sollten Sie an der Bedienbarkeit und dem Design nicht sparen, denn davon hängt der Erfolg stark ab.

Fazit: Unternehmen werden künftig noch öfter über Smartphones und Tablets mit ihren Kunden kommunizieren. Bereits heute hat jeder vierte Deutsche ein Smartphone. Eine Business-Anwendung ist daher kein Selbstzweck. Darum sollten Sie bei der Entwicklung planvoll vorgehen. Vermeiden Sie Eintagsfliegen, diese könnten Ihrem Ruf eher schaden.

Hinweis: Checklisten zur Entwicklung der Unternehmens-Software finden Sie unter: http://tinyurl.com/q7ecpj5. Auf der CeBIT (vom 10.-14.3.) können Sie Anbieter für Business-Apps persönlich treffen: Halle 2, Stand A10 (IBM-Stand).

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