Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
863
Industrie 4.0

Software wird zum Schlüssel

Die Industrie 4.0 ist auf dem Sprung - und fordert Betriebe in Sachen Software und Sicherheitssysteme.
Die Software-Anwendungen in der Industrie 4.0 stellen Unternehmen vor zahlreiche neue Herausforderungen. Insbesondere im Maschinenbau nimmt die Bedeutung von Software stark zu. Neu ist z. B. die Aufnahme von Daten aus anderen Maschinen der Produktionslinie oder auch direkt von einem Chip am Produkt und die Weitergabe eigener Daten. Künftig wird jede Maschine immer mehr Daten zum aktuellen Produktionsprozess sowie zu ihrem Zustand senden und empfangen. Der Markt für Industrie-Software 4.0 entwickelt sich derzeit rasant. Alteingesessene Anbieter wie Siemens und neue wie die Trumpf-Tochter Axoom bieten viele Software-Lösungen an. Unternehmen müssen bei der Auswahl solcher Industrie-Software für die 4.0-Produktion aber auf deutlich mehr Faktoren achten als bisher. Es geht längst nicht mehr nur um die Kompatibilität oder die Anwendungsmöglichkeiten der Software. Für die Industrie 4.0 ist vor allem die Datensicherheit und das Eigentumsrecht an den anfallenden Daten relevant. Für die Datensicherheit ist zentral, dass die Daten über das Internet ausgetauscht werden. Damit kann eine Produktionslinie anfällig für Hackerangriffe werden. Daher sollte die Software mehrere Sicherheitssysteme beinhalten (Datenverschlüsselung, Integritätsprüfungen der Komponenten). Hardwarebasierte Sicherheitsanker wie Trusted Computing Module (TPM) erhöhen die Sicherheit bei der Identifizierung von Maschinenkomponenten ebenfalls. Die Software mit ihren Sicherheitskomponenten sollte stetig aktualisiert werden – am besten automatisch. Wichtig ist auch eine klare Schnittstellen-Definition. Diese ermöglicht einerseits ein „Secure Plug and Work“ – also die schnelle, unkomplizierte und sichere Integration neuer Maschinen oder Komponenten. Andererseits sollte die gesamte Infrastruktur der Produktionslinie durch die Software überwacht werden, um Angriffe zu erkennen und Abwehrmaßnahmen einzuleiten. Einen scharfen Fokus sollten Unternehmen auch auf das Eigentumsrecht an den gewonnenen Daten der Industrie 4.0 legen. Wer also Software 4.0 auswählt, sollte darauf achten, dass er den Zugriff auf die von den Maschinen generierten Daten behält. Nur das sichert ihm, erster Ansprechpartner des Kunden zu sein. Software, deren Hersteller die Daten selbst auswerten und Maschinenherstellern nur einen beschränkten Zugang bieten, sollten Sie ausschließen. Hier besteht die Gefahr, zum austauschbaren Hardwareproduzenten zu werden. Zudem erlaubt die Auswertung der Daten eine Optimierung der Maschinen. Außerdem sind sie für die Kundenbeziehung essentiell, denn anhand der Daten lassen sich neue Angebote gestalten. Nicht zuletzt ermöglichen sie neue Geschäftsmodelle, wie etwa die Bezahlung der Maschinennutzung statt dem Kauf der Maschine.

Fazit: In der frühen Phase von Industrie 4.0 wird es nicht einfach sein, Software zu finden, die alle hier gezeigten zentralen Forderungen erfüllt. Sie sollten aber eine möglichst breite Erfüllung dieser Kriterien anstreben.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Start einer neuen Artikelserie in FUCHS-DEVISEN

Kryptowährungen fahrlässig vernachlässigt

Kryptowährungen stehen in Deutschland nicht hoch im Kurs. Zu Unrecht wie wir meinen. Copyright: Picture Alliance
Kryptowährungen stehen in Deutschland bisher nicht hoch im Kurs. Selbst hinter europäischem Durchschnitt bleiben die Deutschen bei der Bitcoin-Nutzung weit zurück. Doch mit den Anwendungsmöglichkeiten im betrieblichen Zahlungsverkehr sollten sich Unternehmer unbedingt beschäftigen. Die Redaktion FUCHS-DEVISEN startet eine neue Serie und macht die Möglichkeiten von Kryptowährungen transparent.
  • Fuchs plus
  • LGT Bank AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Werte und Individualität – mit kleinen Abstrichen

Die LGT Bank hat die grüne Ampel verdient.
"Wir legen Wert auf Werte" – so präsentiert sich die LGT im Netz und verspricht professionelle Anlagekompetenz sowie individuelle Beratung für private und institutionelle Anleger. 3.188 Mitarbeiter kümmern sich unter Leitung der Fürstenfamilie von Liechtenstein weltweit um die Kunden. Wir gehen mit hohen Erwartungen ins Gespräch – und werden in weiten Teilen nicht enttäuscht.
  • Fuchs plus
  • comdirect bank AG

Nummer Eins beim Online-Wertpapierhandel

Die comdirect bank AG profitiert von den Börsenturbulenzen. Copyright: Picture Alliance
Durch Übernahmen will die Comdirekt Bank ihre Marktstellung ausbauen. Die Tochter der Commerzbank ist Deutschlands Marktführer beim Online-Wertpapierhandel. Diese Marktstellung gilt es zu behaupten.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Des Bauern Leid ist manchen Anlegers Freud‘

Mit dem Turbo gegen eine miese O-Saft-Ernte

Hier zu kalt, dort zu warm: Die großen Orangen-Anbaugebiete in den USA werden in diesem Jahr nur einen dürftigen Ertrag einfahren. Des Bauern leid, ist manchen Anlegers Freud' – denn auch auf die erwarteten Ernteausfälle lässt sich spekulieren.
  • Fuchs plus
  • Das Jahreshoch ist überschritten

Öl-Rally beendet

Öl-Investoren sollten umdenken. Copyright: Picture Alliance
Der Ölpreis war zuletzt nochmals kräftig angezogen. Doch spätestens das Treffen Trump/Putin hat dem Preis einen Dämpfer versetzt. Wer auf den Ölpreis spekuliert, muss jetzt umdenken.
  • Fuchs plus
  • Japans Währung verliert Nimbus als sicherer Hafen für Asien

Langfristiger Aufwärtstrend beim Yen durchbrochen

Der langfristige Aufwärtstrend beim Yen ist durchbrochen. Dafür gibt es insbesondere wirtschaftliche Gründe. Die Situation wirkt selbst-verstärkend. Für Yen-Anleger ergeben sich dennoch Chancen.
Zum Seitenanfang