Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2115
Industrie 4.0

Software wird zum Schlüssel

Die Industrie 4.0 ist auf dem Sprung - und fordert Betriebe in Sachen Software und Sicherheitssysteme.
Die Software-Anwendungen in der Industrie 4.0 stellen Unternehmen vor zahlreiche neue Herausforderungen. Insbesondere im Maschinenbau nimmt die Bedeutung von Software stark zu. Neu ist z. B. die Aufnahme von Daten aus anderen Maschinen der Produktionslinie oder auch direkt von einem Chip am Produkt und die Weitergabe eigener Daten. Künftig wird jede Maschine immer mehr Daten zum aktuellen Produktionsprozess sowie zu ihrem Zustand senden und empfangen. Der Markt für Industrie-Software 4.0 entwickelt sich derzeit rasant. Alteingesessene Anbieter wie Siemens und neue wie die Trumpf-Tochter Axoom bieten viele Software-Lösungen an. Unternehmen müssen bei der Auswahl solcher Industrie-Software für die 4.0-Produktion aber auf deutlich mehr Faktoren achten als bisher. Es geht längst nicht mehr nur um die Kompatibilität oder die Anwendungsmöglichkeiten der Software. Für die Industrie 4.0 ist vor allem die Datensicherheit und das Eigentumsrecht an den anfallenden Daten relevant. Für die Datensicherheit ist zentral, dass die Daten über das Internet ausgetauscht werden. Damit kann eine Produktionslinie anfällig für Hackerangriffe werden. Daher sollte die Software mehrere Sicherheitssysteme beinhalten (Datenverschlüsselung, Integritätsprüfungen der Komponenten). Hardwarebasierte Sicherheitsanker wie Trusted Computing Module (TPM) erhöhen die Sicherheit bei der Identifizierung von Maschinenkomponenten ebenfalls. Die Software mit ihren Sicherheitskomponenten sollte stetig aktualisiert werden – am besten automatisch. Wichtig ist auch eine klare Schnittstellen-Definition. Diese ermöglicht einerseits ein „Secure Plug and Work“ – also die schnelle, unkomplizierte und sichere Integration neuer Maschinen oder Komponenten. Andererseits sollte die gesamte Infrastruktur der Produktionslinie durch die Software überwacht werden, um Angriffe zu erkennen und Abwehrmaßnahmen einzuleiten. Einen scharfen Fokus sollten Unternehmen auch auf das Eigentumsrecht an den gewonnenen Daten der Industrie 4.0 legen. Wer also Software 4.0 auswählt, sollte darauf achten, dass er den Zugriff auf die von den Maschinen generierten Daten behält. Nur das sichert ihm, erster Ansprechpartner des Kunden zu sein. Software, deren Hersteller die Daten selbst auswerten und Maschinenherstellern nur einen beschränkten Zugang bieten, sollten Sie ausschließen. Hier besteht die Gefahr, zum austauschbaren Hardwareproduzenten zu werden. Zudem erlaubt die Auswertung der Daten eine Optimierung der Maschinen. Außerdem sind sie für die Kundenbeziehung essentiell, denn anhand der Daten lassen sich neue Angebote gestalten. Nicht zuletzt ermöglichen sie neue Geschäftsmodelle, wie etwa die Bezahlung der Maschinennutzung statt dem Kauf der Maschine.

Fazit: In der frühen Phase von Industrie 4.0 wird es nicht einfach sein, Software zu finden, die alle hier gezeigten zentralen Forderungen erfüllt. Sie sollten aber eine möglichst breite Erfüllung dieser Kriterien anstreben.

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 15: Performance, Gewinner und Verlierer

Markt, Fonds, Benchmark – Lektionen aus Projekt 8

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 war im Performance‑Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) eine Woche ohne jede Handelsaktivität. Kein Fondswechsel, keine taktischen Manöver, keine Eingriffe. Und doch entstand ein klares Bild. Das Benchmarkdepot setzte den Maßstab, die Fondsportfolios reagierten unterschiedlich. Wer genau hinsieht, erkennt: Gerade im Fondsprojekt zeigt sich, wie viel Struktur, Ausrichtung und Historie wirklich bedeuten.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking

Struktur schlägt Aktion – Lektionen aus Projekt 7

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 im Performance‑Projekt 7 (Private Banking Depot) war keine Woche der lauten Entscheidungen, sondern der leisen Wirkungen. Das Benchmarkdepot blieb passiv, nur wenige Vermögensverwalter handelten aktiv – und dennoch entstand eine klare Rangordnung. Wer genauer hinsieht, erkennt: Diese Woche erzählt viel darüber, wie Struktur, Markt und Risiko zusammenspielen, wenn Aktion zur Nebensache wird.
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 15: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Risiko ohne Aktion: Die stille Woche im Performance‑Projekt 5

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Kalenderwoche 15 war eine Woche ohne Handelsaktivitäten – und genau deshalb besonders aufschlussreich. Die Vermögensverwalter im Performance‑Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) ließen ihre Portfolios unverändert, während die Märkte arbeiteten. Wer genauer hinschaut, erkennt: Gerade in der Ruhephase zeigen sich Struktur, Risikoprofil und Managementstil deutlich. Diese Woche liefert seltene Klarheit darüber, wie Vermögen, Entwicklung und Drawdown wirklich zusammenhängen.
Zum Seitenanfang