Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2302
Serie: KI für KMU

Welche KI eignet sich für welche Anwendungen?

Viele Mittelständler wollen Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, haben aber zahlreiche Bedenken. Hinzu kommt: Oft wissen KMU nicht genau, welche KI sich für welche Anwendungsfälle eignet, welche konkreten Vorteile die KI bringt und wie sie am besten zu integrieren ist. In der neue Serie "KI für KMU" bringen FUCHSBRIEFE gemeinsam mit einem KI-Praktikter Licht ins Dunkel.

Mittelständler können mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) viel für ihr Unternehmen erreichen. Insbesondere in den Bereichen Produktion, Kundenservice, Marketing und Verwaltung können KMU mithilfe von KI signifikante Potenziale heben. 

Wie KMU den Gordischen Knoten bei KI zerschlagen

Der gordische Knoten für KMU: Der Wille ist da, aber Bedenken bremsen die Unternehmen. Eine Umfrage unter 165 kleinen und mittelständischen Unternehmen hat ergeben, dass 81% der Unternehmen bereit sind, in KI-generierte Dienstleistungen und Produkte zu investieren, sofern die Qualität überzeugt. 

Etwas mehr als jedes vierte Unternehmen nutzt bereits KI-Technologien. Unter dem Durchschnitt liegen kleine Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigen (17%). Von den mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten nutzen 28% KI-Anwendungen. Große Unternehmen mit über 250 Beschäftigten setzen KI bereits deutlich häufiger ein (48%).  

Anwendungsbereiche von KI in KMU

Viele Unternehmen nutzen KI noch nicht, weil sie zahlreiche Bedenken haben. Die Haupthinderungsgründe sind fehlendes Wissen (71 %), Unklarheit über die rechtlichen Folgen (58 %) und Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes (53 %), so destatis. Auch Mitarbeiter stehen dem Einsatz von KI oft skeptisch gegenüber. Oft sind es technische Bedenken und die Sorge, den eigenen Arbeitsplatz zu verlieren. Beide Hürden können Unternehmer aber oft leicht aus dem Weg räumen. 

Unternehmen können KI in diversen Bereichen einsetzen. Die Anwendungsgebiete sind breit und erstrecken sich oft über die gesamte Wertschöpfungskette und zahlreiche Abteilungen in den Unternehmen. Eine Übersicht:  

  • Produktion und Logistik: KI kann zur Optimierung von Produktionsprozessen, vorausschauender Wartung (Predictive Maintenance) und zur Steuerung von Lieferketten genutzt werden. Durch die Analyse großer Datenmengen können Engpässe erkannt und Abläufe effizienter gestaltet werden.
  • Kundenservice: Chatbots und virtuelle Assistenten helfen KMU, den Kundenservice rund um die Uhr aufrechtzuerhalten. Diese Systeme beantworten Anfragen automatisch und entlasten Mitarbeiter, sodass sie sich komplexeren Anliegen widmen können.
  • Marketing und Vertrieb: KI-gestützte Analysen ermöglichen es Unternehmen, gezieltere Werbemaßnahmen zu schalten, Kundenverhalten vorherzusagen und personalisierte Angebote zu erstellen.
  • Personalwesen: Bewerbermanagement-Software mit KI-Unterstützung hilft bei der Vorauswahl geeigneter Kandidaten. Zudem können Weiterbildungsbedarfe durch automatisierte Analysen früher erkannt werden.
  • Finanzen und Verwaltung: Automatisierte Buchhaltung und KI-basierte Betrugserkennung reduzieren Fehler und sorgen für effizientere Abläufe.

Vorteile und Nutzen von KI für KMU

Der Einsatz von KI bietet KMU eine Vielzahl an Vorteilen. Die wesentlichen Effekte sind: 
  • Kostenersparnis: Automatisierte Prozesse führen zu einer effizienteren Ressourcennutzung.
  • Produktivitätssteigerung: KI kann repetitive Aufgaben übernehmen, sodass sich Mitarbeiter auf strategische oder kreative Tätigkeiten konzentrieren können.
  • Bessere Entscheidungsfindung: Durch datenbasierte Analysen können KMU schneller fundierte Entscheidungen treffen.
  • Wettbewerbsvorteil: Frühzeitiger Einsatz von KI kann Unternehmen einen Marktvorsprung verschaffen.

Fazit: KI bietet mittelständischen Unternehmen große Chancen, ihre Prozesse effizienter zu gestalten und sich im Wettbewerb besser zu positionieren. Um die Einführung zu erleichtern, sollten KMU auf leicht implementierbare Lösungen setzen, sich externe Experten ins Boot holen und schrittweise KI-Anwendungen in ihren Betriebsalltag integrieren.

Hinweis: In der Serie "KI für KMU" bereiten FUCHSBRIEFE für Unternehmen den Boden. In Zusammenarbeit mit dem Vertriebsexperten-Experten Tim Woitinek stellen wir Ihnen konkrete KI-Anwendungen für Unternehmen vor. Dabei erklären wir Ihnen, welches Problem die KI löst und worauf Sie bei der Nutzung achten sollten. Tim Woitinek ist Berater für die Optimierung von Sales-Prozessen und u.a. spezialisiert auf die reibungslose Integration von KI in den Vertriebsalltag der Unternehmen und Teams. Neben der Optimierung und Automatisierung von Prozessen legt er großen Wert auf das gezielte Training von Mitarbeitern, um Unternehmen fit für den KI-gestützten Vertrieb zu machen. Er hat bereits mehr als 100 Unternehmen erfolgreich beraten und ihre Salesteams trainiert.

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 19: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Flossbach von Storch, DJE Kapital und Pictet ziehen am Benchmarkdepot vorbei

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) erlebt eine Woche ohne jede Handelsaktivität – und gerade deshalb wird der Leistungsvergleich gnadenlos klar. Marktbewegungen legen offen, welche Depotstrukturen tragen und welche schwanken. Flossbach von Storch, DJE Kapital und Pictet nutzen ihre Marktnähe und ziehen am Benchmarkdepot vorbei. Das Benchmark selbst wächst ruhig und risikofrei. Der Vergleich zeigt, wer kurzfristig gewinnt – und wer langfristig überzeugt. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • US-Unternehmen stückeln Großemissionen: Chancen und Risiken für Anleihekäufer

Amazon, Honeywell und Co.: Wie Tranchen die Finanzierung und Renditen verändern

US-Konzerne zerlegen rekordgroße Anleihepakete in immer mehr Tranchen. Das erhöht die Auswahl für Privatanleger, verändert aber die Handelbarkeit einzelner Stücke. CFOs gewinnen Spielraum bei Laufzeiten und Zinsaufschlägen. Worauf Anleger bei Zinsrisiko und Spreads achten müssen, erläutern FUCHS-DEVISEN.
  • Fuchs plus
  • Inflations-Schock auf den Philippinen

Überraschender Strategiewechsel

© Joseph Oropel / stock.adobe.com
Die Abwertung des philippinischen Pesos sorgt für einen Strategiewechsel der Notenbank, die Zinsen steigen. Das Land erlebt infolge des Iran-Krieges einen Inflations-Schock.
Zum Seitenanfang