Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
810
Personal: Zurück aufs Land

Junge Arbeitskräfte kehren zurück

Rückwanderungsbewegung: vor allem junge Arbeitnehmer zieht es zurück in ihre ländlichen Heimatgegenden. © picture alliance/chromorange
Viele Unternehmen in ländlichen Regionen hatten Jahre lang mit Personalmangel zu kämpfen. Vor allem junge Leute zogen aus ländlichen, strukturschwachen Regionen weg. Dieser Trend hat sich gedrehrt.
Es gibt eine gute Nachricht für die Unternehmen in ländlichen Regionen. In Deutschland kehrt jeder fünfte abgewanderte Arbeitnehmer zurück in den Heimatkreis. Die höchsten Rückkehr-Quoten verzeichnen ländliche Regionen. Ganz offensichtlich ist die Bindung an die Heimat ein wichtiger Standortfaktor. Und die brummende Konjunktur macht’s möglich. Insgesamt sind in den vergangenen Jahren mehr Männer als Frauen und mehr Jüngere als Ältere in ihre Heimatregion zurückgekehrt. Vor allem gibt es eine verstärkte Rückwanderung von unter 25-Jährigen. Sie kehren zurück nach Mecklenburg-Vorpommern, in große Teile Sachsen-Anhalts, Thüringens und Bayerns. Spitzenreiter bei der Rückwanderung von Erwerbspersonen im Zeitraum von 2001 bis 2014 waren der westthüringische Landkreis Eichsfeld (32% Rückkehrer), die bayerischen Landkreise Passau (26%) und Straubing-Bogen (26%) sowie der Landkreis Saarlouis (26%). Das geht aus Daten des IAB in Nürnberg hervor, die das Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig aufbereitet hat. Deutlich geringer fallen dagegen die Rückkehrquoten für Städte aus. Weniger als 15% der abgewanderten Beschäftigten sind in ihre Heimatorte Frankfurt (Oder), Offenbach a. M. und Heidelberg zurückgekehrt. Das heißt: Junge Menschen suchen zwar eine Ausbildung oder ein Studium in der Stadt. Doch den Job finden sie in ihrer ländlichen Heimatregion. Zudem zeigt sich für viele ostdeutsche Kreise, dass mehr Akademiker dorthin zurückziehen als Beschäftigte ohne Berufsabschluss. Auch das schafft Wettbewerbsvorteile für ländliche Regionen. Gerade ostdeutsche Länder hatten in den letzten Jahren mit massiver Abwanderung junger Menschen zu kämpfen. Das hatte dramatische Auswirkungen: Die junge Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter stellt die Grundlage der regionalen Wirtschaftskraft dar. Wenn die abwandert, gehen vor Ort in der Regel sehr schnell die Lichter aus. Doch dieser Trend hat sich gedreht. Von demografischer Schrumpfung betroffene Regionen sehen deshalb in der Rückkehr ehemals Abgewanderter eine gute Chance, der Nachfrage nach Arbeitskräften vor Ort gerecht zu werden. Das macht die betroffene Region für Betriebe wieder interessant.

Fazit: Betriebe in ländlichen Regionen und in Ostdeutschland sollten gezielt abgewanderte Fachkräfte und junge Erwerbstätige ansprechen. Deren Bereitschaft, in ihrer Heimat zu arbeiten, ist groß.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Baden-Württembergische Bank | Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Gesamtbewertung TOPS 2019

BW-Bank: Beim Anlagevorschlag eher eckig als rund

Zwar überzeugt die BW Bank beim Beratungsgespräch und der Transparenz, jedoch zeigt sie Schwächen bei unseren anderen Wertungskriterien.
Das Runde muss ins Eckige, heißt es im Fußball. Die BW-Bank sollte unsere Auswertung zum Anlagevorschlag sportlich nehmen. Er ist jedenfalls noch nicht rund und gewiss kein Volltreffer.
  • Fuchs plus
  • Geldpolitik unter Einbeziehung der Vermögenspreise

Die Fed hat einen neuen Feldversuch laufen

Fed-Chef Jerome Powell Copyright: Picture Alliance
Fed-Chef Jerome Powell überraschte die Märkte am Mittwoch mit einem Zinsausblick, der auf weniger Zinsschritte der US-Notenbank hindeutet. Doch die entscheidende Botschaft seiner Rede war eine andere.
  • Produktcheck: Sigavest Vermögensverwaltungsfonds UI

Stabilitäts-Titel für das Portfolio

Wir vom Verlag Fuchsbriefe raten bereits seit einiger Zeit dazu, sich auf den Börsenumschwung vorzubereiten. Es geht darum, Risiko aus dem Portfolio zu nehmen. Stabilität bringende Titel sind da ein Mittel. Der Sigavest Vermögensverwaltungsfonds verspricht genau das.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Neues Home-Office-Urteil verpflichtet Berufsgenossenschaft

Nächtlicher Sturz auf der Kellertreppe kann ein Arbeitsunfall sein

Home-Office ist ein kritischer Bereich, wenn es um die Anerkennung von Arbeitsunfällen geht. Grundsätzlich sind Arbeitnehmer zwar versichert, wenn sie zu Hause arbeiten. Aber wie ist das, wenn ein Versicherungsmakler mitten in der Nacht ein Update auf dem Firmenserver macht und dabei auf der Kellertreppe stürzt?
  • Fuchs plus
  • Viele Arbeitnehmer übersehen die Gefahren für den eigenen Arbeitsplatz durch den digitalen Wandel

Risiko Digitalisierung unterschätzt

Die Umstellungen durch die Digitalisierung sind noch lange nicht abgeschlossen. Auch wenn Google, Amazon und Facebook, etc. das alltägliche Leben schon sehr stark verändert haben, sind noch kommende Einflüsse auf dem Arbeitsmarkt nicht restlos absehbar. Wo, wie und mit welchen Qualifikationen zukünftig gearbeitet werden muss gibt viele Rätsel auf. Nicht wenige unterschätzen die Auswirkungen gerade im Hinblick auf ihren eigenen Arbeitsplatz radikal, wie eine Untersuchung zeigt.
  • Fuchs plus
  • Produktion – Exoskelette für gesündere Mitarbeiter

Exoskelette entlasten Mitarbeiter

Nicht alle den Körper stark beanspruchenden Arbeiten können von Robotern erledigt werden. Um Mitarbeiter körperlich zu entlasten, helfen Exoskelette. Diese unterstützen die Bewegung des Körpers, leiten Kräfte ab und helfen so, Krankheiten zu vermeiden...
Zum Seitenanfang