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Deutscher Mittelstand

Keine Angst vorm Ausland

Der Weg ins Ausland ist weniger kompliziert, als mancher Mittelständler denkt. Eine aktuelle Checkliste hilft.
Die Hälfte der deutschen Mittelständler scheut den Weg ins Ausland. Unsicherheit resultiert aus Unwissen. Gute Vorbereitung hilft, die Hürden zu überwinden, meint der Bundesverband Freier Berater. Er hat auf Basis eigener Erfahrungen aus dem Mitgliederkreis einen Zehn-Punkte-Plan für Mittelständler erarbeitet.
  1. Definieren Sie Ihre Stärken und Schwächen. Analysieren Sie, warum Ihr Produkt im Ausland gefragt sein könnte.

  2. Kalkulieren Sie die Absatzchancen Ihrer Produkte realistisch.

  3. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Zwei Auslandsmärkte pro Jahr sind schon ehrgeizig.

  4. Zum Aufbau eines Auslandsgeschäftes braucht es Geduld. Mindestens zwei Jahre dienen allein dem Legen des Geschäftsfundaments.

  5. Planen Sie sorgfältig (und realistisch) Ihre Umsatzziele, den Aufwand der Kundenbetreuung, Messebesuche und Marketing.

  6. Untersuchen Sie die Rahmen- und Absatzbedingungen sowie Produktanforderungen. Ein unsicheres politisches Umfeld, Importverbote oder andere gravierende Handelshemmnisse signalisieren: Lassen Sie die Finger von diesem Land.

  7. Passen Sie erforderlichenfalls Ihre Produkte an. Das gilt u .a. für Verpackungsgrößen. In vielen Ländern ist nicht die Luxus-, sondern die Mittelklasse gefragt – weil sie dort oft schon als Luxus gilt.

  8. Suchen Sie die geeignete Vertriebsmöglichkeit: mit eigenem Partner oder über den Großhandel.

  9. Bei einem Markt mit vielversprechender Zukunft lohnt Nachdenken über eine eigene Niederlassung.

  10. Zur Finanzierung kümmern Sie sich rechtzeitig um die diversen Fördertöpfe von EulerHermes bis zum BMWi.

Fazit: Auf jeden Fall gehört langer Atem zum Aufbau des Auslandsgeschäftes. Angesichts des kaum wachsenden Inlandsmarktes müssen Sie aber in Ihrer strategischen Planung darüber nachdenken.

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