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Umwelt- und Klimaschutzstrategien erhöhen Flächenkonkurrenz

Neue Gewerbeflächen noch schwerer zu erhalten

Die Flächenkonkurrenz bei Bauflächen und damit die Probleme, neue Gewerbeflächen zu erhalten, werden in Zukunft weiter zunehmen. Denn zwei neue Strategien sorgen für zusätzliche Ansprüche auf Flächen.

Neue Umweltschutzstrategien erhöhen die Flächenkonkurrenz. Das wird die Erschließung neuer Gewerbegebiete zusätzlich erschweren. 

Schon seit Jahren ist es vor allem in Ballungsgebieten, letztlich aber in allen Regionen, die in den Zehnerjahren am wirtschaftlichen Aufschwung teil hatten, schwer, neue Grundstücke zu erhalten. Unternehmen, deren Standort nicht mehr ausbaufähig oder veraltet ist, müssen teilweise ihren Standort in andere Regionen verlagern, die einige Kilometer entfernt sind. Dirk Binding vom DIHK erklärt: „Auch wenn planerisch teilweise noch Flächenreserven vorhanden sind, scheitert die Praxis oft an einer Reihe von Problemen wie eine schlechte Verkehrsanbindung oder auch einfach die fehlende Akzeptanz für Bauprojekte. Außerdem führt auch das Heranrücken von Wohnbebauung an Gewerbe- und Industriebetriebe zu dauerhaften Einschränkungen von Gewerbe und Industrie.“

Biologische Vielfalt versus Gewerbe

Die Bundesregierung hat im Dezember die nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030 (nbs 2030) und die Anpassungsstrategie an den Klimawandel beschlossen. Beide erfordern zusätzliche Flächen. Die nbs 2030 etwa durch die Vernetzung von bestehenden Schutzgebieten, für die Klimawandelanpassung etwa Rückhalteflächen für Hochwasser und größere Grünflächen in Ballungsgebieten.

Fazit: Die zunehmende Flächenkonkurrenz macht die Ausweisung neuer Gewerbegebiete immer schwieriger. Eine vorausschauende Regionalplanung, die mögliche neue Flächen für Gewerbe- und Wohngebiete ausweist, ohne dass aktuell Bedarf besteht, könnte Abhilfe schaffen.
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