Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
329
Betrieb | Recht

Nur verschlüsselte Angebote zählen

Ein unverschlüsselt eingereichtes elektronisches Angebot ist zwingend vom Vergabeverfahren auszuschließen .
Unverschlüsselt eingereichte elektronische Angebote an die öffentliche Verwaltung sind ungültig. Dabei ist es uninteressant, wer die Verantwortung für technische Probleme bei der Übermittlung verschlüsselter Angebote trägt, ob der Bieter oder die Vergabe-Plattform. Dies entschied das Oberlandesgericht Karlsruhe (Urteil vom 17. März 2017, Az. 15 Verg 2/17). Danach ist ein unverschlüsselt eingereichtes elektronisches Angebot zwingend vom Vergabeverfahren auszuschließen und die Verschlüsselung selbst Obliegenheit des Bieters. Der Auftraggeber muss nicht ausdrücklich eine Verschlüsselung fordern. Die Verpflichtung zur Vertraulichkeit ergibt sich laut Gericht bereits aus den einschlägigen Bestimmungen für öffentliche Aufträge, der VOB/A, VgV und UVgO. Die Vorgaben des Auftraggebers sind hier nicht relevant. Nur durch die Verschlüsselung elektronisch eingereichter Angebote ist die durch das Vergaberecht geforderte Vertraulichkeit sicher gestellt. Was Verschlüsslung ist, definiert das Gericht auch. Es handelt sich dabei um die Nutzung besonderer technischer Vorkehrungen, die nur dem berechtigten Adressaten das Öffnen der Datei gestatten. Streng davon zu unterscheiden ist die elektronische Signatur, die Anforderungen an Form und Frist betrifft. Technische Probleme werden nicht anerkannt. Im entschiedenen Fall verursachte sie die Vergabeplattform. Nachbesserungen des Angebotsanbieters führten nicht zu einer Lösung des Problems. Vielmehr wurde er von der Vergabe ausgeschlossen. Eine Nachbesserung bei der Verschlüsselung würde grundsätzlich den Ausschluss von der Auftragsvergabe rückgängig machen.

Fazit: Prüfen Sie unbedingt vor der Angebots-Abgabe die technische Kompatibilität Ihrer IT.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Im Kopf Deutscher, im Herzen Türke

Deutschland mit halber Integrationskraft

Deutschland baut bei der Integration auf seine Verfassung. Wer einen deutschen Pass hat, ist „Verfassungsdeutscher". Doch für eine Integration „mit ganzem Herzen" reicht das nicht aus, wie der Fall Özil zeigt. Ein Kommentar von Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber.
  • Fuchs plus
  • Nachfrage nach Oldtimern sinkt

Überangebot an historischen Automobilen

Am Markt für historische Automobile herrscht ein Überangebot. Deshalb sinken die Preise. Aber noch andere Gründe tragen dazu bei, dass Verkäufer derzeit häufig unzufrieden sind.
  • Fuchs plus
  • Capital Bank - GRAWE Gruppe AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Mehr erwarten – und bekommen

Die Capital Bank - GRAWE Gruppe AG hat die grüne Ampel redlich verdient.
Es passiert nicht oft, dass man sich als Kunde von Anfang bis Ende bei einer Bank oder einem Vermögensberater gut aufgehoben fühlt. Wenn es dann passiert, ist es einfach nur angenehm. Es fällt entsprechend schwer, etwas Nachteiliges über die Beratung durch die Capital Bank zu finden. Wenn überhaupt, dann hat uns hier und da der etwas ausufernde Smalltalk durch einen der Berater gestört. Doch am Ende zählt das Ergebnis – und das überzeugt.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt

Bedrohte Berufsgruppen

Im Zuge der Digitalisierung wird sich die Arbeitswelt drastisch verändern. Während manche davon Profitieren, werden andere Gruppen nach und nach ersetzt werden.
  • Fuchs plus
  • Vertrieb – richtige Organisation erhöht Erfolg

Erfolgsfaktoren im Vertrieb

Eine Befragung unter über 1500 deutschen Unternehmen aus verschiedenen Branchen zeigt, welche Organisation zum Erfolg führt. Dazu gehört die Ausrichtung auf Kundengruppen oder Anwendungen, eine enge Anbindung des Auslandsvertriebs und zwei weitere wesentliche Faktoren.
  • Fuchs plus
  • Gemeindefinanzen – hohe Steuern in schwachen Regionen

Arme Regionen – hohe Steuern

Viele Kommunen haben in den letzten Jahren ihre Gewerbesteuerhebesätze erhöht. Dabei entwickelte sich eine stärkere regionale Ausdifferenzierung. Während Kommunen in Bayern und Baden-Württemberg mit niedrigen Hebesätzen arbeiten, stiegen sie in NRW und im Saarland stark an.
Zum Seitenanfang