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Mitarbeiterauswahl richtig anpacken

Arbeitszufriedenheit: Das Gehalt ist zweitrangig

Geld allein entscheidet nicht darüber, wie effektiv und belastbar Beschäftigte sind. Hier sind andere Faktoren maßgeblich.
Wie zufrieden und effektiv Beschäftigte sind, hängt in erster Linie davon ab, wie emotional stabil, belastbar und selbstsicher sie sind. Die Höhe des Entgelts oder – beinahe noch erstaunlicher – die Qualität der Aufgabe sind zweitrangig. Zu dieser überraschenden Erkenntnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Und noch ein weiterer Punkt muss Personalabteilungen beschäftigen. Wer reizbar, ängstlich, sprunghaft und nervös ist, dem fällt es schwer, am Arbeitsplatz zu reüssieren. Wer misstrauisch ist, verwendet mehr Zeit und Kraft für Kontrollen „und ist daher weniger produktiv“, schreibt das IW in seiner Studie. Wer hingegen anderen Menschen vertraut, steigert die Lebens- und Arbeitszufriedenheit.
Fünf Persönlichkeitsmerkmale
Schwach ausgeprägtStark ausgeprägt
Emotionale Stabilitätreizbar, ängstlich, nervös, traurigbelastbar, selbstsicher
Extraversionzurückhaltend, gerne alleingesellig, herzlich, arbeiten gerne mit Kundenkontakt
Offen für Erfahrungenvorsichtig, konservativbevorzugen Abwechslung, neugierig, phantasievoll
Gewissenhaftnachlässig, ungenau, spontan, unbekümmertsorgfältig, zuverlässig, verantwortlich, effektiv
Verträglichauf Zuständigkeiten pochen, egozentrischfreundlich, mitfühlend, hilfsbereit
Diese Merkmale (Big Five) gelten als Standardmodell in der Persönlichkeitsforschung. Sie wurden innerhalb der letzten zwanzig Jahre in vielen wissenschaftlichen Studien angewandt.| Quelle: IW.

Ansatzpunkte für die Personalauswahl

Für Personalauswahlgespräche ergeben sich daraus Ansatzpunkte. Emotional stabile Beschäftigte legen den Fokus nicht auf die Vergangenheit. Sie lassen sich nicht auf kleinliche Diskussionen ein oder versinken gar in Selbstzweifeln. Aber Vorsicht vor Fehlschlüssen! Pessimistische Phasen gibt es auch bei emotional stabilen Typen. Aber sie dominieren nicht das Arbeitsleben. Natürlich kommen Fehler vor. Aber sie sind auch eine Chance, um daraus zu lernen. Veränderungen aufzuhalten, das kommt dem, der anderen vertraut, nicht in den Sinn.

Fazit: Workshops zur Vertrauensbildung im Team sind genauso hilfreich wie gezieltes Training, um die emotionale Widerstandskraft zu stärken.

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