Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
611
Krankenversicherung

Beitragsanhebungen in Sicht

Arbeitgeber werden sich künftig wieder paritätisch an den Beiträgen zur Krankenversicherung beteiligen müssen.
Arbeitgeber werden sich künftig wieder paritätisch an den Beiträgen zur Krankenversicherung beteiligen müssen. Die Koalition arbeitet im Stillen bereits auf die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands von vor 2009 hin. Zwar soll der Beitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) 2015 von 15,5% auf 14,6% gesenkt werden. Davon profitieren aber nur die Arbeitnehmer. Ihr Beitrag wird von 8,2% auf 7,3% abgesenkt – das ist die Höhe des „eingefrorenen“ Arbeitgeberbeitrags. Auf diese Weise zahlen beide Seiten dann wieder gleich viel in die Kasse. Die Freude über die Beitragssenkung 2015 wird auf allen Seiten nur von kurzer Dauer sein. Denn sie wird viele Kassen in die roten Zahlen treiben. Folge: Sie müssen Zusatzbeiträge von den Versicherten erheben – und zwar prozentual vom Einkommen. Wer mehr verdient, muss dann deutlich tiefer in die Tasche greifen – oder die Kasse wechseln. Es entsteht noch weiterer finanzieller Druck für die Kassen. Denn die Bundesregierung will den Steuerzuschuss zur GKV von 14 Mrd. Euro auf 10,5 Mrd. Euro senken. Die Kassen müssen folglich bei ihren Leistungen noch genauer hinschauen. Die Alternative zu möglichen Leistungskürzungen ist eine erneute Beitragssatzanhebung auf mindestens 15,5%. Damit dürften ab 2016 auch die Arbeitgeber paritätisch belastet werden. Denn die Koalition wird es nicht wagen, die Arbeitnehmer erneut wieder einseitig höher zu belasten, nachdem sie diese „Ungerechtigkeit“ ein Jahr vorher gerade abgeschafft hatte.

Fazit: Da die Leistungen der GKV auch künftig stärker steigen als die Beiträge, sind weitere Beitragsanhebungen wahrscheinlich. Diese werden die Arbeitgeber hälftig mittragen müssen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Im Kopf Deutscher, im Herzen Türke

Deutschland mit halber Integrationskraft

Deutschland baut bei der Integration auf seine Verfassung. Wer einen deutschen Pass hat, ist „Verfassungsdeutscher". Doch für eine Integration „mit ganzem Herzen" reicht das nicht aus, wie der Fall Özil zeigt. Ein Kommentar von Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber.
  • Fuchs plus
  • Nachfrage nach Oldtimern sinkt

Überangebot an historischen Automobilen

Am Markt für historische Automobile herrscht ein Überangebot. Deshalb sinken die Preise. Aber noch andere Gründe tragen dazu bei, dass Verkäufer derzeit häufig unzufrieden sind.
  • Fuchs plus
  • Capital Bank - GRAWE Gruppe AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Mehr erwarten – und bekommen

Die Capital Bank - GRAWE Gruppe AG hat die grüne Ampel redlich verdient.
Es passiert nicht oft, dass man sich als Kunde von Anfang bis Ende bei einer Bank oder einem Vermögensberater gut aufgehoben fühlt. Wenn es dann passiert, ist es einfach nur angenehm. Es fällt entsprechend schwer, etwas Nachteiliges über die Beratung durch die Capital Bank zu finden. Wenn überhaupt, dann hat uns hier und da der etwas ausufernde Smalltalk durch einen der Berater gestört. Doch am Ende zählt das Ergebnis – und das überzeugt.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt

Bedrohte Berufsgruppen

Im Zuge der Digitalisierung wird sich die Arbeitswelt drastisch verändern. Während manche davon Profitieren, werden andere Gruppen nach und nach ersetzt werden.
  • Fuchs plus
  • Vertrieb – richtige Organisation erhöht Erfolg

Erfolgsfaktoren im Vertrieb

Eine Befragung unter über 1500 deutschen Unternehmen aus verschiedenen Branchen zeigt, welche Organisation zum Erfolg führt. Dazu gehört die Ausrichtung auf Kundengruppen oder Anwendungen, eine enge Anbindung des Auslandsvertriebs und zwei weitere wesentliche Faktoren.
  • Fuchs plus
  • Gemeindefinanzen – hohe Steuern in schwachen Regionen

Arme Regionen – hohe Steuern

Viele Kommunen haben in den letzten Jahren ihre Gewerbesteuerhebesätze erhöht. Dabei entwickelte sich eine stärkere regionale Ausdifferenzierung. Während Kommunen in Bayern und Baden-Württemberg mit niedrigen Hebesätzen arbeiten, stiegen sie in NRW und im Saarland stark an.
Zum Seitenanfang