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Homeoffice im Gesundheitscheck

Fehltage wegen „Rücken“ gestiegen – was tun?

Fehltage wegen „Rücken“ gestiegen – was tun? Copyright: Pixabay
Mehr als 20% der Fehltage im Job waren 2020 auf Probleme mit dem Muskel-Skelett-System zurückzuführen. Die Zahl der Fehltage wegen Rückenschmerzen stieg um 8% gegenüber 2019. Darum sollten Sie die Homeoffice-Arbeitsplätze checken.

Homeoffice kann krank machen – vor allem den Rücken. Die Ausfälle von Mitarbeitern sind zuletzt wieder gestiegen. Mehr als 20% der Fehltage im Job waren 2020 auf Probleme mit dem Muskel-Skelett-System zurückzuführen. Die Zahl der Fehltage wegen Rückenschmerzen stieg um 8% gegenüber 2019. Das hat die Krankenkasse DAK ermittelt.

Gefährdungsbeurteilung

Als Arbeitgeber bleiben Sie auch beim Homeoffice für den Arbeits- und Gesundheitsschutz (ebenso wie Datenschutz) verantwortlich. Im Prinzip müssten Sie eine Gefährdungsbeurteilung vornehmen. Ungeeignete Stühle und Tische sind ebenso schlecht wie stundenlanger Laptop-Gebrauch ohne geeignetes Zusatzequipment. Schauen Sie in die Arbeitsstättenverordnung und Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften.

Ergonomie-Tipps 

Das bedeutet: Gerade wenn Mitarbeiter auch nach der Pandemie öfter im Homeoffice sind, sollten Sie Verbesserungspotenzial in Sachen Ergonomie aufzeigen. Wenn Sitzen, dann richtig! Darauf müssen Sie (bzw. Ihre Mitarbeiter) achten:

  • Die Sitzposition muss individuell anpassbar und optimal auf die Arbeitsposition eingestellt sein.
  • Ein separater Arbeitstisch in passender Arbeitshöhe soll ausreichend Platz für die benötigten Materialien bieten. Wer nur gelegentlich mobil zuhause arbeitet, kann auf eine kleinere Ausführungen setzen.
  • Sitz-Steh-Tische ermöglichen den regelmäßigen Haltungswechsel – wichtig, um den Körper nicht einseitig zu belasten.
  • Wird der Arbeitstisch im rechten Winkel zum Fenster positioniert wird, können Blendungen vermieden werden.
  • Bei wenig Platz bieten sich Highboards oder Caddies an, um etwa im Stehen zu telefonieren und trotzdem alle Unterlagen im Blickfeld zu behalten.
  • Um den Arbeitsplatz im Wohnbereich abzugrenzen, ist eventuell eine mobile Stellwand die Lösung.
  • Und wenn (vorübergehend) nur der Ess- oder Küchentisch als Arbeitsort in Frage kommt, helfen faltbare Abtrennungen bei der Konzentration.

Fazit: Checken Sie die Homeoffice-Ausstattung Ihrer Mitarbeiter schon aus eigenem Interesse.

Hinweis: Mitarbeiter mit bestehendem Rücken-, Hüft- oder Wirbelsäulenleiden können sich die Anschaffung eines orthopädischen Bürostuhls mit bis zu 435 Euro und einen höhenverstellbaren Schreibtisch mit bis zu 1.200 Euro fördern lassen. Achtung: Erst nach Bewilligung kaufen! Antrag: u.a. bei Deutscher RV, Bundesversicherung für Angestellte, Berufsgenossenschaft, Bundesanstalt für Arbeit.

Homeoffice-Lösungen können Sie hier sehen: https://iba-forum.expo-ip.com/stand/1160

Mehr zu Förderung (bei Rückenleiden etc.):

https://www.ergobasis.de/foerderung-hoehenverstellbarer-schreibtische-und-buerodrehstuehle-durch-rentenversicherung-und-traeger#emotion--start

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