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Arbeitgeberfreundlicher Feminismus

Frauen in die Produktion

Der moderne Feminimus sorgt mit dafür, die Frauenerwerbsquote zu steigern. Für Arbeitgeber hat das positive Wirkungen: Es erhöht das Arbeitskräfteangebot und drückt somit auf die Löhne. Die geplante Abschaffung des Ehegattensplittings wird noch mehr Mütter in die Produktion bringen. Der Fokus in den öffentlichen Debatten auf Genderfragen entlastet zudem bei den Lohnverhandlungen.

Die Arbeitgeber können mit dem Einfluss des Feminismus auf die Politik zufrieden sein. Neben dem Staat profitieren sie am meisten von einer Frauenpolitik, die vor allem darauf zielt, die Frauenerwerbsquote zu erhöhen. So hat die Einführung des Elterngelds 2007 die Frauenerwerbstätigkeit stark gefördert: Waren davor rund 44% der Mütter nach einem Jahr wieder erwerbstätig, sind es heute schon 60%. Die Kinder kommen früher in den Hort.

Die Scheidungsreform von 2008 war ein weiterer Meilenstein. Sie verschlechterte den Unterhaltsanspruch von Frauen massiv mit dem Ziel, Mütter in die Vollerwerbsarbeit zu bringen. Die seit 1995 um ein Drittel gestiegene Erwerbsbeteiligung von Frauen hat einen beträchtlichen Lohndruck ausgeübt.

Ehegattensplitting unter Beschuss

Nun steht der nächste Coup bevor. Zum Weltfrauentag fordert Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, das Ehegattensplitting abzuschaffen. Begründung: Es biete Frauen den Anreiz, ihre Arbeitszeit zu reduzieren und bevorzuge die Falschen.

Die Zahlen geben das nicht her. Tatsächlich entfällt auf Ehepaare mit steuerlich zu berücksichtigenden Kindern 59% des Vorteils. Die gern angeführten kinderlosen Hausfrauen machen 10% aus. Die Abschaffung des Splittings wird überwiegend kinderreiche Familien treffen.

Fokus auf Genderfragen

Feministinnen erheben kaum Forderungen nach Lohnerhöhungen für schlecht bezahlte Frauen-Jobs. Der Fokus (der Kritik) liegt auf der familiären Arbeitsteilung.

Und trotz massiv steigender Frauenerwerbsquote tut sich beim Gender Pay Gap nicht viel: 1995 betrug die Frauenerwerbsquote 55%. Sie stieg auf heute 73%. Das Gender Pay Gap verringerte sich von 21% im Jahr 1995 kaum auf heute 19%. Das liegt aber zu einem Gutteil an der Berufswahl, weniger an unterschiedlicher Bezahlung für gleiche Tätigkeiten. Und auch nicht an der Bereitschaft der Männer, bei der Hausarbeit Hand anzulegen.

Gender Pay Gap ist unabhängig von familiärer Arbeitsteilung

Auch an der geringen Repräsentanz von Frauen in Führungsfunktionen wird sich durch mehr Hausarbeit von Männern nichts ändern. Von den 43 Mio. Erwerbstätigen sind ohnehin nur 3,9 Mio. Führungskräfte (knapp 10%). 39 Millionen – 90% der Frauen und Männer – machen somit ohnehin nie Karriere. Der Fokus im öffentlichen Diskurs um den Anteil der Geschlechter an der Hausarbeit führt also in dieser Hinsicht die Irre.

Fazit: Feminismus forciert die Vollerwerbstätigkeit von Frauen und lenkt den Fokus weg von Tarifverhandlungen hin zu Genderfragen um Hausarbeit. Die geplante Abschaffung des Ehegattensplittings wird noch mehr Mütter in die Produktion drängen.

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