Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
400
Personal

Mindestlohn mit Tricks und Lücken

Schonfrist für die Wirtschaft: Der umstrittene Mindestlohn kommt vollumfänglich erst zu Beginn des Wahljahres 2017.
Schonfrist für die Wirtschaft: Der umstrittene Mindestlohn kommt vollumfänglich erst zu Beginn des Wahljahres 2017. Auch wird es dauerhafte Ausnahmeregelungen geben. Dies hat Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) nach Gesprächen mit Gewerkschaften und Arbeitgebern ausgeplaudert. Der Fahrplan des Arbeitsministeriums ist bereits außer Takt. Aus dem Ministerium hören wir, dass die Ressortabstimmung noch nicht einmal begonnen hat. Sie sollte eigentlich bis Ende März abgeschlossen sein. Zugleich hätte schon die Abstimmung mit den Verbänden erfolgen sollen. Viele Fragen sind noch vollständig offen. Nahles, bisher Vertreterin des Mottos „Alle müssen nach Mindestlohn bezahlt werden“, gibt nach. Wer keine 18 Jahre alt ist, muss keinen Mindestlohn bekommen. Jugendliche sollen nicht davon abgehalten werden, zunächst eine Ausbildung zu machen. Wie das mit dem Verbot der Altersdiskriminierung zu vereinbaren ist, wird noch zu diskutieren sein. Die Wirtschaftsverbände wollen Ausnahmen für Praktikanten und Erntehelfer. Die Koalitionsvereinbarung sieht schon eine gesondert festgelegte Bezahlung für Praktikanten unterhalb des Mindestlohns vor. Billige Erntehelfer aber wird es nicht geben. Langzeitarbeitslose bekommen einen subventionierten Mindestlohn. Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslose einstellen, sollen großzügige Eingliederungsbeihilfen erhalten. Diese sind in der Koalitionsvereinbarung bereits abgesegnet.

Fazit: Unternehmer haben noch etwas Zeit, sich auf den Lohnanstieg einzustellen. Die Verzögerung beugt für die nächsten drei Jahre zudem den neuesten Forderungen etwa des DGB nach einem höheren Mindestlohn als den angepeilten 8,50 Euro vor.

Meist gelesene Artikel
  • Deutschland schröpft seine Mittelschicht

Erstklassig nur bei Steuern und Abgaben

Ralf Vielhaber
Die OECD hat neuste Zahlen zur Belastung der Löhne mit Steuern und Abgaben vorgelegt. Und zeichnet da für Deutschland ein in Teilen erschreckendes Bild. Vor allem, wenn man an die Zukunft denkt.
  • Im Fokus: Aktien aus Neuseeland

Lukrative Titel vom anderen Ende der Welt

Auf der Suche nach spannenden Titeln in Neuseeland Copyright: Pixabay
Von Deutschland aus betrachtet, liegt Neuseeland am anderen Ende der Welt. Dieser Tatsache ist es wohl geschuldet, dass neuseeländische Titel bei hiesigen Anlegern kaum eine Rolle spielen. Das ist angesichts lukrativer Unternehmen und Investments ungerechtfertigt. Einige davon stellen wir heute vor.
  • Fuchs plus
  • FXFlat

Der Sieger im Ranking

FXFlat markiert im aktuellen Ranking die Benchmark für Broker. Mit einem hauchdünnen Vorsprung sichert sich der Broker den ersten Platz. Wir gratulieren dazu und sind dgespannt, ob uns der Broker auch im nächsten Jahr eine so tolle Leistung bietet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die alten Rezepte wirken nicht mehr

Geldpolitik völlig losgelöst

Charles Evans begreift die aktuelle Geldpolitik der Fed als restriktiv. Angesichts der aktuellen Zinsen scheint das eine steile These zu sein. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen jedoch, dass althergebrachte Rezepte ihre Wirkung verloren haben.
  • Fuchs plus
  • Japans Trumpf ist die Schwäche der Anderen

Steuererhöhungen stehen an

Anstehende Steuererhöhungen in Japan werden in Zukunft die Konjunktur belasten. Für den Yen ergibt sich daraus ein trüber Ausblick. Die Stärke des Yen liegt aktuell vor allem in der Schwäche der Anderen.
  • Fuchs plus
  • Die Konjunktur kühlt sich weiter ab

Eurozone liefert schwache Signale

Die Konjunktur innerhalb der Eurozone verliert weiter an Fahrt. Indikator dafür sind die sinkenden Import- und Exportzahlen. Für die Perspektive des Euro zeichnet sich dadurch ein klares Bild.
Zum Seitenanfang