Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1591
Schwarzarbeiter sind unfallversichert

Mit vollem Risiko

Immerhin rund 10 Prozent aller in einem Jahr erwirtschaften Güter und Dienstleistungen (BIP)*, sind Ergebnis der Schattenwirtschaft (Schwarzarbeit bzw. illegale Beschäftigung). Dabei nehmen Arbeitgeber, die mit Schwarzarbeitern unterwegs sind, existenzgefährdende Risiken auf sich.

Arbeitgeber gehen ein hohes finanzielles Risiko ein, wenn illegal Beschäftigte (Schwarzarbeiter) einen Arbeitsunfall erleiden. Denn auch sie haben Anspruch auf die Leistungen der Berufsgenossenschaft (BG). Versicherungsrechtlich betrachtet gelten sie als normale Arbeitnehmer. Für diese sind Pflichtbeiträge zu bezahlen – und im Schadensfall übernimmt die Assekuranz die Kosten.

Wird ein Arbeitsunfall eines illegal Beschäftigten der BG gemeldet, übernimmt diese zunächst die Kosten. Allerdings hat sie das Recht, ihre Ausgaben für Heilbehandlung und Rehabilitation (ggf. auch für Rentenzahlungen) vom Unternehmer zurückzuholen. Darüber hinaus drohen dem Arbeitgeber Strafen für die Beschäftigung von Schwarzarbeitern. Die reichen von Bußgeldern bis maximal 500.000 Euro bis zu Freiheitsstrafen von bis zu 10 Jahren.

In der immer besseren Vernetzung der Sozialversicherungsträger liegt ein weiteres erhebliches Risiko. Wird Schwarzarbeit festgestellt, müssen Unternehmer auch die Sozialversicherungsbeiträge für den Arbeitnehmer nachzahlen. Diese Ansprüche verjähren erst nach 30 Jahren. Die Träger fordern die Renten- und Krankenversicherungen und auch die Nachzahlung unterbliebener Abgaben in der Regel zügigi ein.

Fazit: Illegal Beschäftigte werden bei Unfällen behandelt wie übliche Angestellte. Die Risiken, die mit illegaler Beschäftigung einhergehen, sind inzwischen existenzgefährdend.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Berlin verlängert Geltungsdauer von Hundemarken um ein Jahr

Auf den Hund gekommen

Hund geht Gassi. © Foto: Image by Yvonne Lüneburger from Pixabay
Dem Hund sagt man nicht nur nach der beste Freund des Menschen zu sein - es ist auch das beliebteste Haustier der Finanzverwaltung. Die Eintreibung der Hundesteuer wird immer öfter digital unterstützt. Neuestes Beispiel ist die Stadt Berlin.
  • Fuchs plus
  • Versorgungslage entspannt sich

Weizen inzwischen wieder deutlich günstiger

Weizen. © Konrad Weiss / Fotolia
Der Weizenpreis steht in diesem Jahr besonders im Fokus. Im Zuge des Ukraine-Kriegs schnellte er in die Höhe - nun sinkt er wieder kontinuierlich. Wird dieser Trend anhalten?
  • Im Fokus: Raumfahrt-Aktien

Europa forciert Weltraum-Investitionen

Artemis I rocket with Orion and European Service Module on the launchpad. © European Space Agency
Mit einem neuen hochgesteckten Investitionsrahmen will sie die EU in Weltraum-Fragen unabhängiger von internationalen Partnern machen. Von diesem Souveränitätsbestreben werden einige Aktien profitieren. FUCHS-Kapital stellt sie vor.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Besten im Test - TOPS 2023

Kaiser Partner erreicht erstmals Gold-Standard

© Grafik Verlag Fuchsbriefe
Im Beratungsgespräch und beim Anlagevorschlag weiß die Kaiser Partner Privatbank zu überzeugen. Der Aufstieg in in die ”Gold-Liga” ist ihr erstmals gelungen.
  • Fuchs plus
  • Betrieb kann sich nicht auf Kammer berufen

Ausbildungsvergütung muss angemessen sein

Wer sich noch in der Ausbildung befindet, genießt besondere Schutz durch die Arbeitsgerichte, wie ein aktueller Fall zeigt. © Foto: Pexels
Azubis haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine angemessene Vergütung. Normalerweise ist das der im Tarifvertrag festgelegte Betrag für die einzelnen Lehrjahre. Gerade im Handwerk macht es Betrieben Probleme, weil es oftmals keiner Tarifbindung gibt. Wie in diesem Fall der richtige Azubi-Lohn zu ermittelt ist, hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Mecklenburg-Vorpommern entschieden.
  • Fuchs plus
  • Bundesverfassungsgericht: Ein Hund, der bellt, aber nicht beißt

Die Salamitaktiker in Karlsruhe öffnen das Tor zur Fiskalunion noch weiter

Fuchsbriefe-Herausgeber Ralf Vielhaber @Foto: Verlag Fuchsbriefe
Das Bundesverfassungsgericht setzt seine Linie in der Rechtsprechung zur EZB fort: Es bellt, aber es beißt nicht. Drohend haben die Karlsruher Richter – wieder einmal – den Zeigefinger erhoben und Du, Du, Du in Richtung Berlin und Brüssel gemacht. Doch dabei bleibt es auch.
Zum Seitenanfang