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Azubis auf der Suche nach Berufen, die die Welt verbessern

Nachhaltige Ausbildungen sind gefragt

Nachhaltige Ausbildungen sind gefragt. Copyright: Pexels
Die Suche nach Auszubildenden gestaltet sich für Unternehmen immer schwieriger. Etwas bessere Karten haben diejenigen, die bei der Stellenausschreibung auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz hinweisen.
Unternehmen, die mit "nachhaltigen Ausbildungen" werben, haben auf dem Ausbildungsmarkt einen (kleinen) Wettbewerbsvorteil. Denn der Zulauf zu Ausbildungen, die einen klaren Bezug zu Umwelt-, Natur- und Klimaschutz haben, steigt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (IW) hat ermittelt, dass die Nachfrage nach nachhaltigen Ausbildungen im Jahr 2020 um 2,1% über den Vorjahreswerten lag, während insgesamt die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen sinkt. Im Corona-Jahr 2020 hat sich der Rückgang sogar nochmal beschleunigt (-11% ggü. Vorjahr, vgl. FB vom 22.2.2021). Auch der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) beobachtet, dass Stellenausschreibungen mit Nachhaltigkeits-Bezügen mehr Rückläufe erhalten. 

Nachhaltigkeits-Bezüge in Stellenausschreibungen hervorheben

Bei den zahlenmäßig am bedeutsamsten Landschaftsgärtnern erhöhte sich die Nachfrage seit 2019 um 7,5% auf 4.780 Bewerber deutschlandweit. Im Obst- und Gemüsebau stiegen die Bewerberzahlen 2020 im Vergleich zu 2019 um 12,2% (insgesamt 304 Lehrstellen). In der Forstwirtschaft beträgt das Plus 12,6% und bei den Winzern 9,7%.  530.000 Ausbildungsplätze gab es im vergangenen Jahr in Deutschland insgesamt zu besetzen, für 60.000 wurden keine (geeigneten) Kandidaten gefunden. 

Der Anteil der vom IW betrachteten Öko-Ausbildungen am gesamten Ausbildungsmarkt liegt im einstelligen Prozentbereich (ca. 7.000 Ausbildungsstellen). Das IW bezieht sich in seiner Studie auf die "14 grünen Berufe" des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung. Die Bundesagentur für Arbeit fasst das Feld der nachhaltigen Jobs noch weiter. Sie summiert im Bereich "Landwirtschaft, Natur und Umwelt" 40 Berufe. Die meisten davon sind im Bereich Gärtnerei und Lebensmittel, Land- und Forstwirtschaft, Forschung, Verwaltung und Ingenieurwesen angesiedelt. 

Wie werben Unternehmen für Öko-Ausbildungen?

Nicht jedes Unternehmen ist in einer nachhaltigen Branche tätig. Überlegen Sie bei Stellenausschreibungen aber dennoch, wie Sie das Thema unterbringen können. Ein Gastrobetrieb etwa, könnte auf Regionalität und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen hinweisen. Firmen im produzierenden Gewerbe und Dienstleister verweisen etwa darauf, wie mit ihrer Arbeit und ihren Produkten ein positiver Einfluss auf die Zukunft genommen wird. Auch andere Nachhaltigkeits-Bezüge wie etwa die Verwendung von grünem Strom, regionalen Kooperationen (etwa mit einem Imker, vgl. FB vom 17.9.2020), nachhaltige Zertifizierungen oder der Produktbezug von ausschließlich nachhaltigen Zulieferern können in einer Stellenausschreibung erwähnt werden.

Fazit: Nachhaltigkeit ist auch bei Stellenausschreibungen ein Marketing-Instrument. Das gilt natürlich nicht nur für den Ausbildungsmarkt.

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