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Finanzielle Anreize statt Obstkorb: Neue Prioritäten in Jobangeboten

Personalgewinnung: Harte Benefits gefragt

© Jens Schierenbeck / dpa / picture alliance
Geld schlägt Kultur. Auf diesen Nenner bringt die Bertelsmann Stiftung ihre Ergebnisse zu den Benefits, mit denen Unternehmen um Mitarbeiter buhlen. Dabei zeigt sich wieder ein Kulturwandel. Besonders „harte“ Benefits boomen, während „weiche“ Extras an Bedeutung verlieren.

In den Stellenanzeigen der Unternehmen dominieren wieder die harten Geldleistungen, nicht mehr die weichen Benefits. Das zeigt eine Auswertung der Bertelsmann Stiftung. Diese Veränderung signalisiert einen erneuten Wandel auf dem Arbeitsmarkt. 

Geld zählt mehr als gutes Klima

Die Analyse der Stellenanzeigen zeigt: Das Grundgehalt wird durch eine wachsende Zahl von Benefits aufgewertet. Insgesamt hat sich die Zahl der offerierten Zusatzleistungen in Stellenanzeigen seit 2019 fast verdreifacht. Im Durchschnitt werden aktuell 9,6 Zusatzleistungen angeboten. 2019 waren es noch 3,6. Hintergrund: Im Wettbewerb um Mitarbeiter geht es darum, ein möglichst attraktives und umfangreiches Gesamtpaket anzubieten. 

Auf dem Markt zeigt sich aber wieder ein Prioritätenwechsel. Besonders „harte“ Benefits (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Sonderzahlungen, betriebliche Altersvorsorge oder Mitarbeiterrabatte usw.) boomen. Die weichen Extras (z. B. der berühmt-berüchtigte Obstkorb, flache Hierachien, gutes Arbeitsklima) verlieren an Bedeutung. "Warme Worte über ein gutes Betriebsklima und eine Duz-Kultur zeigen keine Wirkung mehr", so Roman Wink, Arbeitsmarktexperte der Bertelsmann Stiftung.

Hochschulabsolventen wollen Perspektive und Mentoring

Auffällig ist auch: Die Benefits-Schere zwischen gut und gering Qualifizierten geht weiter auseinander. Gut ausgebildete Bewerber und Kandidaten mit abgeschlossenem Hochschulstudium werden von den Firmen hofiert. Wichtig für diese Bewerbergruppe sind auch die Entwicklungsperspektiven (gute Aufstiegsmöglichkeiten), ein sicherer Arbeitsplatz sowie ein begleitendes Mentoring. 

Relevant bleibt weiter die Möglichkeit, flexible Arbeitszeitmodelle zu nutzen. Gleitzeit, Homeoffice oder Vertrauensarbeitszeit gehören inzwischen aber auch zum Standardangebot der Firmen.

Fazit: Unternehmen, die um Mitarbeiter werben, sollten wieder verstärkt auf klare finanzielle Anreize setzen. Die Zugkraft der weichen Faktoren lässt deutlich nach.

Hinweis: Die Studie der Bertelsmann Stiftung finden Sie hier: https://tinyurl.com/yc5ktsrp

Die Studie der Bertelsmann Stiftung finden Sie hier: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/was-unternehmen-heute-versprechen

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