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Corona infiziert Ausbildungsmarkt

Rückgang bei Azubis beschleunigt

Corona reißt eine Lücke in den Ausbildungsmarkt und verschärft das strukturelle Problem kleiner Unternehmen. Diese werden es in den kommenden Jahren immer schwerer haben, Azubis zu finden. Unternehmer müssen strategisch reagieren.

Die Corona-Krise verschärft das strukturelle Azubi-Problem für kleine Unternehmen deutlich. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach ist am Ausbildungsmarkt ein deutlicher "Corona-Knick" zu sehen. Die Zahl der Bewerber auf Ausbildungsplätze ist wie in den Vorjahren erneut rückläufig. Im Jahr 2020 haben 262.000 Schulabgänger ein Ausbildung begonnen. Im Jahr 2018 waren es noch 317.000. Damit ist der Rückgang von über 11% deutlich stärker als die zahlenmäßige Schrumpfung der Gruppe der Schulabgänger.

Kleine Betriebe mit bis zu 249 Mitarbeitern und von Corona stark betroffene Branchen leiden besonders. In den körpernahen Dienstleistungen sank die Zahl der Bewerber um 30%, im Tourismus um 24%. Sogar in Industrie und Handel ging die Zahl der Bewerber um 13,9% zurück. Die größten Schwierigkeiten haben Betriebe mit bis zu 20 Beschäftigten. Sie finden teilweise gar keine Bewerber mehr für Ausbildungsplätze. Allerdings suchen diese auch deutlich seltener. Das liegt hauptsächlich an den sehr unsicheren Geschäftsaussichten und dem erhöhten Aufwand der Personalsuche. 

      

Fazit: Je kleiner das Unternehmen, desto schwieriger wird es, neue Azubis zu finden. Angesichts der demographischen Entwicklung wird sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt so schnell nicht wieder entspannen. Darum steigt der Druck auch für KMU, strategisch möglichst viele Prozesse zu automatisieren.

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