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Unternehmen | Gewerkschaften

Streiks ändern sich

Die Streiklandschaft ändert sich rapide. Das haben Beobachtungen des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung ergeben.
Die Streiklandschaft ändert sich rapide. Das haben Beobachtungen des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Die wesentlichen Trends in der Übersicht:
  • Insgesamt wird weniger gestreikt. Die Zahl der Streiktage in Deutschland ging 2013 um 80.000 auf 551.000 zurück (- 12,7%).
  • Die Tarifauseinandersetzungen werden punktueller geführt. Dabei dominieren Arbeitskämpfe um Haus- und Firmentarifverträge. Diese werden besonders erbittert und lange geführt und spalten dabei die Belegschaften (z. B. bei Amazon). Unternehmen, die aus der Tarifbindung hinaus streben, werden also öfter bestreikt.
  • In Branchen, die nicht stark gewerkschaftlich organisiert sind, nehmen die Streiks aber sogar zu. Den längsten Arbeitskampf gab es 2013 im Einzelhandel (sieben Monate). Das WSI registrierte hier 950 Einzelhandelsbetriebe – die aber immer nur kurzzeitig bestreikt wurden.
  • „Verteidigungsstreiks“ um den Abbau von erworbenen Ansprüchen zu verhindern, nehmen ebenfalls zu (jüngstes prominentes Beispiel: Karstadt).
  • Statt Streiks in der Industrie herrschen jetzt Arbeitskämpfe in den oft schlechter bezahlten Dienstleistungen vor.

Fazit: Das Streikverhalten in deutschen Unternehmen wird immer fragmentierter. Im internationalen Vergleich wird in Deutschland weiterhin relativ wenig gestreikt. So fielen hierzulande von 2005 bis 2012 nur 16 Streiktage je 1.000 Beschäftigte aus. In Frankreich waren es 150. Die Sozialpartnerschaft funktioniert.

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