Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
946
Auswirkungen auf Urlaubszeit und Urlaubsentgelt

Trotz Kurzarbeit volles Urlaubsentgelt

Kurzarbeit ist für die Betriebe ein probates Mittel, um bei Auftragsflauten das Personal über die Runden zu bringen. Großer Vorteil: Geht es aufwärts, kann es mit einer eingespielten Mannschaft sofort wieder losgehen. Der Europäische Gerichtshof hatte jetzt zu klären, wie sich Kurzarbeitszeiten auf die Dauer des Urlaubs und das Urlaubsentgelt auswirken.

Wenn ein Arbeitnehmer ein halbes Jahr in Kurzarbeit ist, darf ihm der Betrieb das Urlaubsentgelt nicht einfach kürzen. Für die Tage des rechtlich garantierten Jahresurlaubs besteht – unabhängig von Zeiten der Kurzarbeit – Anspruch auf die sonst übliche Vergütung. Das entschied jetzt der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg.

Urlaubszeit und Urlaubsgeld sind komplett anders zu bewerten

Die Dauer des Urlaubs wird anders berechnet. Sie ist abhängig von der Anzahl der Tage, an denen auch wirklich gearbeitet wurde. Das entschied jetzt der Europäische Gerichtshof.

Tarifvertrag widerspricht EU-Recht

Der Bundesrahmentarifvertrag für das deutsche Baugewerbe regelte diesbezüglich „falsch". Es sah keine Kürzung bei der Dauer des Urlaubs, aber geringeres Entgelt vor. Entsprechend zahlte der Arbeitgeber während des Urlaubs nur einen gekürzten Lohn. Ein Betonbauer klagte dagegen erfolgreich. Für die Tage des garantierten Mindesturlaubs (20 Tage) besteht Anspruch auf volles Arbeitsentgelt, egal wie viele Kurzarbeitstage zuvor aufgelaufen sind.

Fazit:

Der Tarifvertrag ist nach europäischem Recht in seiner bisherigen Form nicht haltbar.
Urteil: EuGH vom 13.12.2018, Az.: C-385/17

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Neuseeland-Dollar sackt ab

Kiwi-Notenbank unter Druck von zwei Seiten

Eingangstür Reserve Bank of New Zealand. © Copyright 2022 Reserve Bank of New Zealand
Inflation und Wirtschaft nehmen derzeit den Neuseeland-Dollar in die Zange. Denn die neuseeländische Notenbank kann sich nur auf eine Seite konzentrieren. Daraus ergeben sich Handlungsoptionen für Anleger.
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Tschechiens Notenbank auf Hold

Inflation sendet erste Entspannungssignale

Tschechische Krone. (c) cnb.cz
Während die deutsche Inflationsrate weiter steigt, scheint sich in Tschechien langsam die Trendwende einzustellen. Die Notenbank sieht sich daher in der Lage, ihre Zinserhöhungen zu pausieren. Daraus ergeben sich Chancen für Anleger.
  • Fuchs plus
  • Gold oder Bitcoin als Krisenwährung nutzen?

Krisenschutz funktioniert

Bitcoin auf Tastatur. © pinglabel / Getty Images / iStock
Als Absicherungsinstrument enttäuschen Gold und Bitcoin derzeit viele Anleger. Die Kurse des Edelmetalls und der Kryptowährung stehen unter Druck. Eignet sich Bitcoin also doch nicht als GAU-Schutz?
  • Fuchs plus
  • Bank of England will zaubern

Pfund verliert international an Bedeutung

United Kingdom. © 110544884 / NurPhoto / picture alliance
Das Pfund ist derb unter die Räder gekommen. Jetzt versucht die Bank of England - wie die EZB - die Quadratur des Kreises. Sie will die Zinsen anheben und zugleich die Renditen mit Anleihekäufen ausbremsen. Das Manöver kann nicht gelingen...
Zum Seitenanfang