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Lohnzuwächse gehen weiter

Weitere starke Lohnsteigerungen zu erwarten

In den kommenden Monaten stehen wichtige Tarifverhandlungen an, bei denen Gewerkschaften hohe Lohnforderungen stellen werden. Sie haben gute Aussichten, hohe Abschlüsse zu erzielen. Unternehmen müssen investieren, um produktiver zu werden und die Personalkosten reduzieren zu können.

Die Gewerkschaften gehen mit hohen Lohnforderungen in die anstehenden Tarifverhandlungen. Derzeit verhandeln die Gebäudereiniger. Die Forderungen der Gewerkschaft: drei Euro pro Stunde mehr für alle Beschäftigte und ein 13. Monatsgehalt. In der Süßwarenindustrie fordert die Gewerkschaft NGG 9,9% mehr Gehalt. Vor allem aber stehen Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie an. Die Gewerkschaften fordern für die 3,6 Mio. Beschäftigten der Branche 7% mehr Gehalt. Azubis sollen 170 Euro mehr im Monat erhalten. Das Ergebnis wird wohl bei etwa 5% liegen. Im September starten die Verhandlungen. Ende des Jahres beginnen die Verhandlungen für 2,4 Mio. Mitarbeitern im öffentlichen Dienst bei Gemeinden und Kommunen.

Erhebliche Lohnsteigerungen in den ersten beiden Quartalen

Im ersten und zweiten Quartal 2024 gab es bereits erhebliche Lohnsteigerungen. Im ersten Quartal sind die Tariflöhne um 5,6%, im zweiten um 4% ggü. dem Vorjahresquartal gestiegen, wenn dauerhafte Lohnerhöhungen und Einmalzahlungen zusammengezählt werden. Das ergaben Berechnungen von Deutsche Bank Research. Für das gesamte Jahr erwartet die Deutsche Bank ein Lohnwachstum von 5,7%. Lange Vertragslaufzeiten von 36 Monaten versprechen immerhin nachlassende Lohnzuwächse. 2022 und 23 wurden viele Tarifverträge mit einer Laufzeit von 12 Monaten abgeschlossen. 2025 rechnet die Deutsche Bank dann mit 3% Lohnzuwachs.

Mehr Automatisierung ist nötig, um den Kostensteigerungen zu entkommen

Unternehmen müssen in Automatisierung und Digitalisierung investieren, um nicht unter die Räder zu kommen. Die Lohnsteigerungen senken die Gewinnmargen der Unternehmen. Im ersten Quartal gingen sie schon um 3% zurück. Auch in den kommenden Jahren werden die Gewerkschaften wegen des Fachkräftemangels bei Tarifverhandlungen am längeren Hebel sitzen. Denn die Verrentung der Geburtenstarken Jahrgänge wird dafür sorgen, dass die Arbeitslosigkeit relativ niedrig bleibt – selbst bei einem größeren Abbau von Arbeitsplätzen. Die Gewerkschaften werden gute Abschlüsse herausholen können. Mit mehr Automatisierung und Digitalisierung steigern die Unternehmen ihr Produktivität und verringern den Druck des Fachkräftemangels.

Fazit: Die Lohnsteigerungen werden auch in den kommenden Monaten und Jahren recht hoch bleiben. Wenn die Unternehmen nicht stärker in Automatisierung und Digitalisierung investieren, drohen die Lohnzuwächse über den Produktivitätssteigerungen zu liegen und die Unternehmen aus dem Markt zu preisen.
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