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Zurück ins Büro

In Deutschland sinkt die Zahl der Heimarbeiter.
In Deutschland sinkt die Zahl der Heimarbeiter. Und zwar entgegen dem allgemeinen Trend in anderen europäischen Ländern. Das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung herausgefunden. Die neuesten Zahlen stammen aus dem Jahr 2012. Der Gipfel lag in fast allen Berufsgruppen im Jahr 2008. Heute arbeiten 800.000 Erwerbstätige weniger als 2008 im Home Office. Insgesamt sind dies 4,7 Millionen. 2008 waren es 5,5 Mio. Nach den jüngsten Zahlen gingen damit nur 7,6% aller Arbeitnehmer ihrer Arbeit teilweise oder überwiegend von zuhause aus nach. Zum Vergleich: In Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz sind es 15% (und mehr). In Skandinavien liegen die Quoten sogar bei 20 bis 30%. Lediglich in osteuropäischen und den südeuropäischen Krisenländern ist Heimarbeit weniger ausgeprägt als in Deutschland. Dennoch geht der Trend auch dort nach oben. Vor allem Beschäftigte im Öffentlichen Dienst bevorzugen die Heimarbeit. Den größten Anteil – 27% – machen Lehrer und Professoren aus. Es folgen Büro- und IT-Kräfte, Geschäftsführer, Funktionäre, Minister, Ingenieure, Architekten, Chemiker sowie Steuer- und Wirtschaftsberater. Rätselraten herrscht bei der Frage nach den Ursachen des deutschen Trends. Weder die Ferne/Nähe zum Arbeitsplatz noch der Industrialisierungsgrad eines Landes sind die Erklärung. Auch liegt es laut DIW nicht am Alter, Geschlecht, der Kinderzahl oder der beruflichen Stellung. „Druck vom Arbeitsmarkt“ kommt nicht als Erklärung infrage. Die Arbeitslosenzahl ist im betreffenden Zeitraum im Trend gesunken. These: Viele Arbeitnehmer wollen einfach eine eindeutige Trennung zwischen Arbeitsplatz und Wohnung, um auch im Kopf einen „klaren Schnitt“ machen zu können. Andere Vermutungen lauten, dass Führungskräfte in Deutschland ihre Abneigung gegen Heimarbeit deutlich machen würden.

Fazit: Die Tendenz, durch Home Office und gemeinsam genutzte Arbeitsplätze Bürokosten zu sparen, dürfte sich erledigt haben. Wie weit die Entwicklung positiv oder negativ für die Produktivität der Beschäftigten ist, ist noch nicht erforscht.

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