Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2249
Hohe Preisverhandlungsmacht

Seefracht: Vorsicht vor verstecken Entgelten

Bei Verhandlungen mit Dienstleistern in Sachen Seefracht sollten Sie sich nicht auf Nachforderungen einlassen.
Bei Seefracht haben Sie derzeit eine hohe Preisverhandlungsmacht. Denn die Reedereien sind massiv unter Druck: irrationaler Containerschiffbau (immer größere Schiffe trotz Auslastungsflaute), harter Konkurrenzkampf, Überkapazitäten, sinkende Frachtraten. Das heißt: Kosten senken, wo nur möglich. Wichtig ist ein stetiger Vergleich der verhandelten Containerraten. Derzeit befinden sich die Frachtraten auf einem Mehrjahrestief. Dies gilt vor allem für die Routen Asien – Europa – Asien. Empfehlenswert ist es, die Raten für 6 bis 12 Monate zu fixieren. Zudem bietet der oft fallende Ölpreis Spielraum für Anpassungen der Frachtraten. Vorsicht ist bei neuen Preismaschen der Dienstleister geboten. Diese versuchen vermehrt, zusätzliche Umsätze über Sonderservices oder versteckte Nachentgelte bzw. Zuschläge zu generieren. Beliebt sind DOfee = Delivery Order Fee, AMS = Automated Manifest System, EMF = Equipment Maintenance Fee, LPS = Low Performance Surcharge, WSU = Winter Surcharge. Diese Preisaufschläge sollten Sie vorab festlegen bzw. ausschließen. Der Erfolg hängt natürlich auch von Ihrer Verhandlungsmacht ab.

Fazit: Generieren Sie selbst so viele Marktinformationen wie möglich. Dann sind Sie in Verhandlungen zumindest auf Augenhöhe.

Empfehlung: Mit spezieller Software stärken Sie Ihre Position. Diese sollte detaillierte Marktinformationen sowie Analysefunktionen (Echtzeit-Vergleichswerte, Durchschnittspreise, etc.) beherrschen. Die Redaktion hält Anbieterbeispiele bereit (unter redaktion@fuchsbriefe.de, Stichwort: Seefracht).

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 19: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Flossbach von Storch, DJE Kapital und Pictet ziehen am Benchmarkdepot vorbei

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) erlebt eine Woche ohne jede Handelsaktivität – und gerade deshalb wird der Leistungsvergleich gnadenlos klar. Marktbewegungen legen offen, welche Depotstrukturen tragen und welche schwanken. Flossbach von Storch, DJE Kapital und Pictet nutzen ihre Marktnähe und ziehen am Benchmarkdepot vorbei. Das Benchmark selbst wächst ruhig und risikofrei. Der Vergleich zeigt, wer kurzfristig gewinnt – und wer langfristig überzeugt. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • US-Unternehmen stückeln Großemissionen: Chancen und Risiken für Anleihekäufer

Amazon, Honeywell und Co.: Wie Tranchen die Finanzierung und Renditen verändern

US-Konzerne zerlegen rekordgroße Anleihepakete in immer mehr Tranchen. Das erhöht die Auswahl für Privatanleger, verändert aber die Handelbarkeit einzelner Stücke. CFOs gewinnen Spielraum bei Laufzeiten und Zinsaufschlägen. Worauf Anleger bei Zinsrisiko und Spreads achten müssen, erläutern FUCHS-DEVISEN.
  • Fuchs plus
  • Inflations-Schock auf den Philippinen

Überraschender Strategiewechsel

© Joseph Oropel / stock.adobe.com
Die Abwertung des philippinischen Pesos sorgt für einen Strategiewechsel der Notenbank, die Zinsen steigen. Das Land erlebt infolge des Iran-Krieges einen Inflations-Schock.
Zum Seitenanfang