Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1260
In Zukunft müssen Nebenkostenabrechnungen detaillierter erstellt werden

Haushaltsnahe Kosten aufschlüsseln

Vermieter müssen in Zukunft ihre Nebenkostenabrechnunge detaillierter erstellen, sodass Mieter haushaltsnahe Dienstleistungen gegenüber dem Finanzamt belegen kann.

Richten Sie sich darauf ein, noch detailliertere Nebenkostenabrechnungen erstellen zu müssen. Sie müssen so aufgeschlüsselt werden, dass auch der Anteil der haushaltsnahen Dienstleistungen ausgewiesen wird. Laut Landgericht Berlin (Urteil vom 18. 10. 2017, Az. 18 S 339/16) muss es dem Mieter möglich sein, seine haushaltsnahen Dienstleistungen zum Zweck der Steuerersparnis gegenüber dem Finanzamt belegen zu können.

Im Zentrum steht die Betriebskostenabrechnung. Mit ihr muss ein Mieter die Beträge ermitteln können, die für haushaltsnahe Dienstleistungen erbracht wurden. Ausdrücklich kennzeichnen oder eine Bescheinigung darüber ausstellen müssen Sie (noch) nicht.

Aufwand für Mieter unzumutbar

Unzumutbar ist nach Meinung des Gerichts, dem Mieter nur Einblick in die einzelnen Rechnungen zu geben. Der sei im Normalfall damit überfordert, daraus die Beträge für haushaltsnahe Dienstleistungen herauszurechnen. Für den Vermieter fällt laut Gericht kaum messbarer zusätzlicher Aufwand an, wenn er die Betriebskostenabrechnung erstellt. In diesem Rahmen könnten haushaltsnahe Dienstleistungen ausgewiesen werden.

Dieser Verpflichtung kann durch keine Klausel im Mietvertrag außer Kraft gesetzt werden. Denn nach Meinung des Gerichts benachteiligt eine solche Klausel den Mieter unangemessen. Sie komme zudem als eine bei einem Mietvertrag nicht zu erwartende Vereinbarung überraschend – und ist damit unwirksam.

Fazit: Vermieter müssen die Folgen der Steuergesetzgebung auch in diesem Fall ertragen. Sie können sich dem ja nicht wie ein Konzern durch eine Flucht in ein Steuerparadies entziehen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Doppelter Urlaubsanspruch bei unrechtmäßiger Kündigung?

Bundesarbeitsgericht löst auf

Bei einer zeitlichen Überschneidung einer rechtswidrigen Kündigung mit einer neuen Beschäftigung könnte theoretisch ein doppelter Urlaubsanspruch entstehen. Das Bundesarbeitsgericht musste jetzt entscheiden, wie damit umzugehen ist.
  • Fuchs plus
  • Dekarbonisierung: Andere Standorte attraktiver als Deutschland

Skandinavien bei Dekarbonisierung weit vorn

Obwohl die deutsche Regierung die ganze Wirtschaft auf Klimaneutralität trimmen will - wie die EU - bietet Deutschland keine guten Rahmenbedingungen für eine Dekarbonisierungsstrategie. Das zeigt eine Umfrage von EY unter Unternehmen. Andere Standorte sind attraktiver.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bank im Bistum Essen eG in der Ausschreibung

Die BiB ist kein Zug, auf den die Stiftung aufspringen will

Thumb Stiftungvermögen 2024. © Collage: Verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envato elements
Die Bank im Bistum Essen (BiB) begrüßt die Stiftung Fliege, die ihre drei Millionen Euro Kapital neu anlegen will, mit einem überaus empathischen Schreiben. Sie bittet ausführlich um Entschuldigung, weil sie durch Krankheit bedingt nicht in der Lage gewesen sei, den erbetenen Anlagevorschlag fristgerecht einzureichen. Man fühlt sich ein wenig wie unter Freunden und möchte gern einen Sympathiebonus vergeben. Ob das nach Studium des Anlagevorschlags auch noch so ist, wird sich zeigen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Geldpolitik bringt Euro-Kurs weiter unter Druck

Zinsschritt der Fed wird immer unwahrscheinlicher

Der Markt spiegelt derzeit nur eine Wahrscheinlichkeit von 20% für eine Zinssenkung im Juni wider. Die Frage in den kommenden Wochen wird sein, ob die Fed überhaupt zwei Zinssenkungen durchführen kann.
  • Fuchs plus
  • Trendwende in China wird greifbar

CNY macht Druck auf EUR

Die Wirtschaftsdaten in China sind durchwachsen. Aber die Währung hat eine klare Richtung eingeschlagen. Der Yuan macht zunehmend Druck auf den Euro. Aktuelle Daten aus dem Reich der Mitte machen eine größere Bewegung des CNY wahrscheinlich.
  • Fuchs plus
  • Taiwans Wirtschaft läuft rund

Wachstum und Inflation ziehen an

Der weltweite Technologiewettlauf ist voll entbrannt. Vor allem mit ihrer Halbleiterkompetenz haben sich Unternehmen wie TSMC ihren Ruf aufgebaut und hohe Wettbewerbshürden etabliert. Das Exportpowerhouse Taiwan bietet für Investoren im Tech-Sektor spannende Möglichkeiten an deren Erfolg und der starken Devise zu partizipieren.
Zum Seitenanfang