Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2009
Geringerer Nutzungsvorteil bei Aufwendungen

Steuerminderung bei Dienstwagen

Die private Nutzung eines Dienstwagens gilt als Teil des Arbeitslohns. Entsprechend muss dieser versteuert werden. Jedoch nur der geldwerte Vorteil, der mit der Nutzung des Dienstwagens einhergeht. Dieser zu versteuernde Betrag kann aber vermindert werden.

Stellt der Arbeitgeber einem angestellten Arbeitnehmer ein Betriebsfahrzeug für private Fahrten, gilt diese Leihgabe als Teil des steuerpflichtigen Arbeitslohns. Der steuerpflichtige Betrag für die Überlassung des Dienstwagens kann auf zwei Arten ermittelt werden: mit der 1%-Methode (pauschale Nutzwertermittlung) oder der Einzelnachweis (durch Fahrtenbuch). Meist wird ersteres angewandt, wobei die Nutzung des Autos mit 1% des inländischen Bruttolistenpreises bei Erstzulassung bewertet wird.

Zuzahlungen seitens des Arbeitnehmers kann den Betrag verringern, der zu versteuern wäre. Dies betrifft den zu errechnenden Nutzungsvorteil, der sich aus dem geldwerten Vorteil ergibt, dass der Arbeitnehmer kein eigenes Auto nutzen muss. Zahlt der Arbeitnehmer Nutzungsentgelte (pauschal oder pro Fahrt), kann dieser vom Nutzungsvorteil abgezogen werden.

Nur notwendige Aufwendungen steuermindernd

Mindernd auf den Steuerbetrag wirken sich nur Aufwendungen aus, die dem Halten und Betrieb des Fahrzeugs dienen. Darunter fallen zwangsläufig anfallende Aufwendungen, die unmittelbar der Nutzung des Fahrzeugs dienen. Hierzu zählen wiederkehrende feste Kosten wie eine Haftpflichtversicherung, Kfz-Steuer, Garagenmiete oder auch die Kosten für Treibstoffe.

Vom Arbeitgeber getragene Kosten, die dem privaten Komfort oder der Nutzung dienen, mindern den geldwerten Nutzungsvorteil nach der 1%-Methode nicht (BFH, VIII R 32/20). So mindern Mautgebühren, Fähr- und Parkkosten oder AfA (Absetzung für Abnutzung) für einen privat erworbenen Fahrradträger den Nutzungsvorteil nicht.

Fazit: Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer für private Fahrten einen Dienstwagen, muss der geldwerte Nutzungsvorteil versteuert werden. Verschiedene Aufwendungen können von diesem Nutzungsvorteil abgezogen werden. Dadurch verringert sich der zu versteuernde Anteil. Die Aufwendungen müssen jedoch für das Halten und den Betrieb des Fahrzeugs relevant sein.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Anlageidee der CONCEPT Vermögensmanagement GmbH & Co. KG

CONCEPT im Härtetest: Hervorragende Kundenreise, ausbaufähiger Anlagevorschlag

Illustriert mit MS Copilot
Eine Erbschaft verändert das Leben eines vermögenden Akademikers. Statt eines Produktverkäufers sucht er einen fachlichen Sparringspartner, der Kapitalmärkte versteht, Risiken einordnet und Vermögen langfristig strukturiert. Bei CONCEPT Vermögensmanagement erlebt er im TOPS-Test 2027 eines der stärksten Beratungsgespräche des Wettbewerbs. Die Customer Journey überzeugt auf ganzer Linie. Doch ausgerechnet der Anlagevorschlag kann die hohen Erwartungen am Ende nicht vollständig erfüllen.
  • Fuchs plus
  • Onlinehandel

Mailadresse muss funktionieren

Onlinehändler müssen eine E-Mail-Adresse angeben, über eine Kommunikation möglich ist. Das hat das Kammergericht Berlin entschieden.
  • Konjunktur

Wachstum trotz Krisen

Die deutsche Wirtschaft wird laut Prognosen wieder wachsen. Das gibt Hoffnung. Auch für die gebeutelte Autoindustrie nach den Gesprächen des EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič in Peking.
Zum Seitenanfang