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Steuervorteile nur unter Bedingungen

Steuervorteil nur bei definitivem Verkauf

Verkauft ein Gesellschafter, Handwerker oder Selbstständiger sein Unternehmen oder seine Kanzlei sind die erzielten Einnahmen zu versteuern. Damit das Finanzamt nicht gleich alles abschöpft, räumt der Gesetzgeber Steuererleichterungen ein. Die sind allerdings an Bedingungen geknüpft.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat Bedingungen für Steuervorteile beim Unternehmensverkauf definiert. Anlass war der Verkauf der Praxis eines Steuerberaters.

  1. Der Steuerberater darf zwar freiberuflich für die Käufer-Gesellschaft tätig sein.
  2. Der Steuerfachmann muss aber seine Tätigkeit in der bisherigen Region, zumindest für eine gewisse Zeit, auch wirklich einstellen.


Bereits nach zwei Jahren wieder ein eigenes Beratungsbüro zu eröffnen, führt zum Verlust der Steuerprivilegien. Für den BFH war der Verkauf eine „bloße Unterbrechung" der bisherigen Tätigkeit. Dies ergebe sich daraus, dass der Steuerberater die neue Praxis bereits nach 22 Monaten, in derselben Stadt und mit dem ehemaligen Mandantenstamm eröffnete.

Fazit:

Der steuerlich begünstigte Verkauf einer Praxis setzt voraus, dass der Ausstieg definitiv erfolgt und die berufliche ‚Enthaltsamkeit' nicht schon nach 22 Monaten beendet ist. Das Urteil dürfte auch auf andere Unternehmen übertragbar sein.

Urteil: vom 21.8.2018, Az.: VIII R 2/15

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