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Kapazitäten niedrig und Preise hoch

Transporte: Jetzt für Weihnachten planen

Der Frachtraummangel wird durch den Rückgang der Laderaumangebote auf dem Online-Timocom-Marktplatz sichtbar. Das treibt die Preise.

Trotz der sinkenden Auftragslage in der deutschen Wirtschaft ist der Transportbedarf nach wie vor vorhanden. Planen Sie jetzt schon „für Weihnachten“.

Europa: kein Sommerloch? 

Im Gegensatz zur allgemeinen rezessiven wirtschaftlichen Situation indiziert das Transport-Barometer von Timocom (digitale Frachtenbörse, Marktplatz) weiterhin hohe Nachfrage nach Frachtraumkapazitäten in Europa. Und das trotz Wirtschaftsflaute in Deutschland. Die Anzahl von Frachtangeboten auf dem Spotmarkt lag danach jedenfalls deutlich über den Werten von 2023 und erreichte den Höchstwert im September.

Deutschland

Im deutschen Binnenverkehr lag die Anzahl der Frachtangebote im 3. Quartal 11% unter dem Vorquartal und 66% über dem Wert des Vergleichszeitraums von 2023. Diese Entwicklung ist laut Timocom bemerkenswert angesichts der im negativen Bereich liegenden Auftragsbestände und Geschäftserwartungen der Unternehmen in Deutschland (laut ifo-Institut). Im verarbeitenden Gewerbe ist der Index auf den niedrigsten Wert seit Juni 2020 gesunken. Der Auftragsmangel hat sich verschärft. Das betrifft vor allem Industriekernbranchen, aber auch Dienstleistung und Handel. 

Spotmarkt

Der Bedarf an Kapazitäten wird verstärkt auf Frachtenbörsen über den Sportmarkt gesucht. Der Grund: Viele Ressourcen am Transportmarkt fehlen durch Unternehmensschließungen und Insolvenzen sowie Ferien- und Urlaubszeiten. Zudem haben aktive Transportunternehmer ihre Flotte aus Kostengründen reduziert.  In Branchen, die besondere Ausstattungen, z. B. Kühlgeräte, Coil-Mulden, Mitnahmestapler oder spezifische Lizenzen erfordern, herrscht nach wie vor großer Mangel. Zusätzliche Kapazitäten seien nur schwer bis gar nicht zu beschaffen, heißt es bei Timocom.

LKW-Parallele

Der Frachtraummangel wird durch den Rückgang der Laderaumangebote auf dem Timocom-Marktplatz sichtbar. Diese gingen in Q3 insgesamt um 8% gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Damit zeigt sich eine Parallele zu den Neuzulassungen im Nutzfahrzeugbereich im selben Zeitraum. Bei großen LKW gingen die Zahlen neu zugelassener Fahrzeuge und Anhänger laut Kraftfahrtbundesamt zurück, insbesondere bei Sattelzugmaschinen.

Preise im Schnitt deutlich gestiegen

Auf innerdeutschen Verkehren lagen die Angebotspreise in Q3 im Wochendurchschnitt zwischen 1,48 € / km und 1,83 € / km. Der Durchschnittspreis lag im 3. Quartal somit bis zu 14,9 % über dem Vorjahresquartal. Die Preisvorschläge gingen in Q3 ebenfalls nach oben: Durchschnittswerte bis zu 1,91 € / km forderten die Frachtführer in der nachfragestärksten Woche. Mit Blick auf alle europäischen Routen betrug der höchste durchschnittliche Wochenpreis 1,70 € / km und stieg deutlich gegenüber dem Vorjahr. Die Preisvorschläge für die internationalen Transporte lagen im Durchschnitt auf demselben Niveau und damit ebenfalls weit oberhalb des Vorjahreswerts.

Ausblick

Für das 4. Quartal 2024 ist laut Timocom mit leichtem Rückgang auf Frachtangebotsseite zu rechnen. Doch der Transportbedarf werde mit Blick auf das Jahresendgeschäft über den Vorjahreswerten bleiben.

Fazit: Planen Sie umgehend Ihre Transportbedarfe im Hinblick auf die „heiße“ Weihnachtszeit … wenig Angebot, hohe Preise!

Hinweis: Für das 4. Quartal 2024 ist laut Timocom mit leichtem Rückgang auf Frachtangebotsseite zu rechnen. Der Transportbedarf werde mit Blick auf das Jahresendgeschäft über den Vorjahreswerten bleiben.

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